Die L├╝ge von E-Mail made in Germany

Ver├Âffentlicht am 13. Mai 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ..., Netzfundst├╝ck | Tags: , ,

E-Mails sind „E“lektronische Briefe. Falsch. E-Mails sind elektronische Postkarten. Denn solange der Inhalt der Mails nicht verschl├╝sselt wird, ist dieser auf den Servern der Provider und vielleicht auch auf dem ├ťbertragungsweg f├╝r jeden frei zug├Ąnglich und lesbar.

Dass die Firmen United Internet (1&1, WEB.de, GMX, Freenet) und Deutsche Telekom jetzt einen ├╝ber 15 Jahre alten Standard (SSL/TLS – Transportwegverschl├╝sselung) auch endlich mal umsetzen und unter dem Namen „E-Mail made in Germany“ zwischen ihren Server verschl├╝sselt kommunizieren, t├Ąuscht nur ├╝ber die Tatsache hinweg, dass die Mails immer noch UNverschl├╝sselt auf den Servern dieser Unternehmen gehalten werden.

Werbespot von „E-Mail made in Germany“

Bei diesem Spot k├Ânnte ich brechen. So viel aktive Volksverdummung und wissentliche Falschaussagen. Wie Linus Neumann (@Linuzifer) – Sprecher des CCC, Podcaster u. a. bei Logbuch:Netzpolitik – in seinem Talk „Bullshit made in Germany“ (youtube-Link) auf dem 30c3 – dem Congress des Chaos Computer Clubs – fragte:

Wo ist die umverschl├╝sselte Email?
A. Absender
B. Telekom
C. web.de
D. Empf├Ąnger

Nat├╝rlich ├╝berall! Ich empfehle jedem, diesen Talk nachzuschauen! Er ist meines Erachtens auch f├╝r „Internetanf├Ąnger“ verst├Ąndlich und ├Âffnet die Augen, was uns unter den Namen De-Mail, Schlandnet und E-Mail made in Germany verkauft werden will.

Wie E-Mail-Verschl├╝sselung wirklich funktioniert, wird in folgendem Video kindgerecht erkl├Ąrt:

Der digitale Briefumschlag (deutsch) von Linuzifer auf Vimeo.

Bullshit made in Germany: