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Ich lebe in Dresden und im Internet,
koche und backe gern
und h├Âre viele Podcasts.
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Alles mit dem Keyword 'Dresden'

Meine Woche in Bildern

Ver├Âffentlicht am 01. November 2013 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , , ,

Schon wieder ist eine Woche vor├╝ber. Und so viele sch├Âne Augenblicke konnte ich erleben. Damit ich mich in ein paar Monaten oder Jahren daran noch erinnern kann, werde ich die letzten Tage wieder hier anhand von Bildern festhalten. Und vielleicht macht es euch auch etwas Spa├č hier zu st├Âbern.

no photos

Freitagabend waren wir im Bottoms Up und sp├Ąter noch im Bon Voyage. Auf dem kurzen Weg dazwischen prangte an der Wand dieses Grafitti.

Fr├╝hst├╝ck

Der Samstag begann mit einem herrlichen Fr├╝hst├╝ck im Sonnenschein.

Baustelle S-Bahn-Haltestelle Bischofsplatz

Beim Einkaufspaziergang danach enstand dieses Bild – aufgenommen am unteren Ende der Hechtstra├če, wo die Haltestelle Bischofsplatz einen S-Bahn-Halt bekommen wird. Aber erst mal alles einrei├čen …

Cocktail @ Bon Voyage

Der sp├Ątsommerlich warme Tag f├╝hrte mich (schon wieder) ins Bon Voyage. Diesmal jedoch in anderer Begleitung.

R├╝ckenschule

Am Dienstag war ich das erste mal zur R├╝ckenschule. Wie sich herausstellte, hat es meinen Oberschenkeln nicht so gut gefallen, die haben sich dann am Mittwoch etwas beschwert.

Lightningkabel hatte Aua.

Ein Lightning-Kabel, mit dem man ich mein iPhone und das iPad mini lade, hatte aua. Die Isolierung ist durch h├Ąufiges Zusammenwickeln f├╝r den Transport an einer Stelle aufgebrochen. Das hatte ich leider schon bei dem Dock-Connector vom iPhone 4. Mittwoch habe ich dem Apple Store einen Besuch abgestattet und das defekte gegen ein neues getauscht bekommen.

Abends ging es dann zu einer Geburtstagsparty – nat├╝rlich nicht mit leeren H├Ąnden, sondern mit Buttermilchmuffins mit wei├čer Schokolade und Cranberries. Das Rezept gab es gestern schon hier.

Feiertagsspaziergehsonnenwetter genie├čen.

Gestern war Feiertag. Welcher genau – keine Ahnung. Aber es war ein sch├Âner Herbsttag. Richtiges P├Ąrchenspaziergehwetter. Und ich war das erste Mal auf dem Congress Center.

Meine Woche in Bildern

Ver├Âffentlicht am 25. Oktober 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , , ,

Letzten Freitag habe ich meine Woche hier in Bildern zusammengefasst und das ist jetzt schon wieder sieben Tage her. Also ist es wieder Zeit – los geht’s.

Bautz┬┤ner Orangensenf

Samstag ging unsere Reise nach Bautzen. Mein Neffe hat zur Geburtstagsfeier eingeladen und ich nutzte die Gelegenheit meiner Liebsten mein Heimatkaff zu zeigen. Bei bestem Wetter zogen wir durch die Altstadt (wenn Bautzen mit etwas gl├Ąnzen kann, dann Altstadt) und besuchten auch den Senfladen.

Schienenersatzverkehr - Navi, bring mich nach Hause!

Nach einem faulen Sonntag und acht Stunden Schreibtisch hie├č es dann Schienenersatzverkehr. Da die Strecke Coswig-Dresden Neustadt f├╝r zwei Wochen gesperrt ist, muss ich mich jetzt zwischen SEV und Tram entscheiden. Pest und Cholera.

Akamai

Dienstag stellte Apple nicht nur das neue iPad Air vor, sondern ver├Âffentlichte sein neues Betriebssystem OS X Mavericks zusammen mit einigen Updates anderer Programme – alles kostenlos. Das hatte zur Folge, dass die Server bei Akamai (dem Content Delivery Network, das f├╝r Apple die Daten verteilt) die gl├╝hten.

Rauskommen aber ohne Joker #Rommee

Am Mittwoch fuhr ich (schon wieder) nach Bautzen. Diesmal um mit meinen ehemaligen Kollegen ein Feierabendbier zu trinken und ein paar Runden Rommee zu spielen. Wieder ein sehr sch├Âner Abend.

Sonnenaufgang auf der Augustusbr├╝cke

Nach einer sehr kurzen Nacht riss mich der Wecker am Donnerstag aus dem Schlaf und obwohl alles nicht langsamer ging als sonst, kam ich zu sp├Ąt an die Haltestelle. Aber nicht so schlimm, dann eben Stra├čenbahn mit umsteigen. Blo├č doof, wenn die andere Bahn nicht auf Anschluss wartet. Ich stieg aus der Bahn, tippte noch so in mein Telefon, dass es sp├Ąter wird und stand dabei fast in einem Haufen Erbrochenen. Prima! Jetzt hatte ich Zeit f├╝r einen Morgenspaziergang ├╝ber die Augustusbr├╝cke, nach Radebeul „Eisenbahnbr├╝cke“ f├Ąhrt ja nur alle 30 Minuten eine 4. Dass ich danach vollkommen vertieft in das iPad auch die n├Ąchste Bahn an mir vorbeifahren lie├č, … *Trottel*

20131025-183032.jpg

Bei der DVB will wohl Sonntag jemand nicht fr├╝h aufstehen und alle Uhren umstellen. Er hat schon mal vorgearbeitet.

Heute ist mein letzter Tag

Ver├Âffentlicht am 31. Juli 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , , , , ,

Heute ist mein letzter Arbeitstag bei der Lokalnachrichten Verlagsgesellschaft mbH – wenn ├╝berhaupt, dann eher als „Oberlausitzer Kurier“ oder noch weiter ├Âstlich als „Niederschlesischer Kurier“ und im Internet vielleicht als Alles-Lausitz.de bekannt.

Ich habe nach meinem erfolgreich abgebrochenen Medieninformatikstudium hier die Ausbildung zum Mediengestalter Digital & Print absolviert und weitere drei Jahre als solcher gearbeitet. In den letzten drei Jahren allerdings als Pendler … jeden Tag mindestens drei Stunden Arbeitsweg, den sich die Deutsche Bahn auch ├╝ber 2.000 ÔéČ im Jahr bezahlen l├Ąsst. Diese beiden Punkte (Zeit und Geld) waren es zwar vorrangig, weshalb ich mich Ende letzten Jahres mehr und mehr auf die Suche begeben habe in der N├Ąhe von Dresden einen neuen Job zu finden, aber auch der innere Drang, mich weiter zu entwickeln – etwas neues kennen zu lernen. Dabei hatte ich oft genug Ausz├╝ge der Rede von Steve Jobs vor den Stanford-Absolventen im Jahre 2005 im Ohr:

You’ve got to find what you love.

Du musst herausfinden, was du liebst. Das gilt f├╝r deine Arbeit genauso wie f├╝r deine Geliebten. Deine Arbeit macht einen Gro├čteil deines Lebens aus, und der einzige Weg, um wirklich gl├╝cklich zu sein, ist die Sachen zu machen, die du f├╝r gro├čartig h├Ąltst. Wenn du es noch nicht gefunden hast, halt die Augen auf. H├Âr nicht auf zu suchen. Wie mit allen Angelegenheiten des Herzens wirst du schon merken, wenn du f├╝ndig wirst. Und wie mit allen gro├čartigen Beziehungen l├Ąuft es mit den Jahren besser und besser. Also halte die Augen offen, h├Âr niemals auf zu suchen.

Stay hungry. Stay foolish.

Deine Zeit ist begrenzt, also verschwende sie nicht, indem du anderer Leute Leben lebst. Geh nicht dem Dogma in die Falle ÔÇô was nichts anderes ist, als sein Leben so zu f├╝hren, wie andere es sich vorstellen. Lass den L├Ąrm anderer Leute Meinungen nicht deine eigene innere Stimme ertr├Ąnken. Und am wichtigsten: Hab Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Irgendwie wissen sie bereits, was du wirklich willst. Alles andere ist sekund├Ąr.

Morgen ist mein erster Tag bei unitedprint.com SE. Ich bereichere dort (so hoffe ich zumindest) die Online-Marketing Abteilung. Und da Berufe heute nicht mehr einfach nur „Computerhorst“ hei├čen, bin ich ab morgen „E-Mail-Marketing Specialist“. H├Ârt, h├Ârt. Damit ist meine Arbeitsstelle zwar immer noch nicht direkt vor der Haust├╝r, aber durch das Jobticket und dadurch dass Radebeul ja als Vorort von Dresden (ob die das dort gern h├Âren?) auch mit dem Rad zu erreichen ist, kann ich damit ganz gut leben, denke ich.


Direktlink

Transkript der gesamten Rede

Hochwasser 2013 – Ein kleines Fluthelfertagebuch

Ver├Âffentlicht am 08. Juni 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , , , , ,

Hochwasser 2013 - Gemeinsam schaffen wir das

Ich habe einige Zeit mit mir gerungen, zu diesem Thema was zu bloggen. Es soll kein Besuchermagnet f├╝r die Seite werden und die Aufmerksamkeit von den wirklich wichtigen Anlaufstellen abziehen. Aber mal ehrlich: so viel wird das Blog ja eh nicht gelesen und da das Hochwasser in der letzten Woche mehr als einen Einfluss auf mein Leben hatte, hier eine kurze Zusammenfassung:

Montag, 03.06.2013

Der Pegelstand verdoppelte sich beinahe binnen 24 Stunden und erreichte Alarmstufe 3. Das ging dann doch etwas schnell. Noch ein paar Tage zuvor habe ich mir naiv gedacht: Dauerregen – ja klar, regnet es eben – wozu eine Unwetterwarnung? Doch die Realit├Ąt traf mich mit einem Schlag. Mein erster Urlaubstag war gespickt mit Zahnarzt- und Friseurtermin. Dazu musste ich einmal die Elbe ├╝berqueren – und mir wurde richtig schlecht. Das Ausma├č auf Bildern zu sehen mag ja erschreckend genug sein, mit eigenen Augen noch mal um einiges h├Ąrter. Ich erwartete f├╝r den Dienstag den Besuch meiner Gro├čeltern. Die Wohnung war aber schon soweit hergerichtet – soll ja auch nicht k├╝nstlich aufger├Ąumt wirken – also habe ich den restlichen Abend zwischen mdr und Facebook hin und her gewechselt.

Dienstag, 04.06.2013

Alles gute zum Geburtstag! Mir war gar nicht danach. Fr├╝h erst mal Cmd + R und den aktuellen Pegel abgerufen. Und wieder den Fernseher an: mdr. So viel mdr habe ich das letzte Jahr glaube ich nicht geschaut, wie in den paar Tagen. Aber auch meine gesamte Timeline bei Facebook war durch Seiten wie Hochwasser Dresden, Fluthilfe Dresden und Elbpegelstand zu 99 % gef├╝llt mit dem Thema Hochwasser.

Fluthelfer am Terrassenufer - 04.06.2013, 11.00 Uhr, Pegel ca. 7,50 m

Die Gro├čeltern kamen und es sollte Geburtstag gefeiert werden. Da w├Ąre ich nicht drumherum gekommen. Da sie wie immer eine Stunde zu zeitig eintrafen, hatten wir noch genug Zeit, Katastrophentouristen zu spielen. Also auf die Br├╝hlsche Terrasse und schnell noch ein Foto gemacht (s. oben). Den restlichen Tag klammer ich jetzt mal aus und steige sieben Stunden sp├Ąter wieder ein: die Gro├čeltern sind verabschiedet und ich kann mein schlechtes Gewissen, den Tag nur ab und zu den Pegel im Blick an der prek├Ąren Situation vorbei gelebt zu haben, absch├╝tteln.

Hochwasserhilfe Dresden - Google maps

Die von Sven Mildner erstellte interaktive Google Karte, die von mehreren Nutzern editiert wurde (bzw. noch wird) half mir und tausenden anderen Helfern die letzten Tage nicht ziellos durch die Stadt zu irren, sondern zeigte klar auf, welche Stra├čen gesperrt sind, wo welche Art von Hilfe ben├Âtigt wird und nat├╝rlich auch den ├ťberflutungsstand.

Ich habe mich also abends noch mit Jenny und Robert am Terrassenufer getroffen und wir konnten uns gleich in die Schlangen der Sandsacktr├Ąger einreihen und gef├╝llte Sands├Ącke in Transporter verladen. Jedoch war der Vorrat nach kurzer Zeit auch schon verladen und die Stelle wurde aufgel├Âst. Wir wurden zum Rosengarten oder zum Ball- und Brauhaus Watzke geschickt. Der Rosengarten lag n├Ąher und wir waren zu Fu├č. Dort angelangt war aber nichts. Nichts au├čer Wasser. Und das stand schon im Kaffee Rosengarten. Also zum Watzke. Dort angekommen traf ich sogar noch mein Gegen├╝ber aus der Schlange vom Terrassenufer wieder. Ein paar Sands├Ącke sp├Ąter stockte aber auch hier die Anlieferung neuer Sands├Ącke. Wir beschlossen den Tag zu beenden. Die Fahrt entlang der Leipziger Stra├če lie├č uns die M├╝nder offen stehen. In drei bis vier Reihen und teilweise einen Meter hoch stapelten sich die Sands├Ącke. Nat├╝rlich nichts im Vergleich, was die kommenden Tage dort noch hinzu kam, aber f├╝r den ersten Eindruck schockierend.

Blick von der Augustusbr├╝cke - 05.06.2013 - ca. 10.00 Uhr

Mittwoch, 05.06.2013

Sandsacktransport an der Leipziger Stra├če - 05.06.2013

Sandsacktransport an der Leipziger Stra├če – 05.06.2013

Ich beschloss den Tag dort anzufangen, wo der letzte geendet hat. Die Stra├čenbahn fuhr die Leipziger Stra├če (noch) entlang und ich stieg am Watzke aus. Und es offenbarte sich schon ein ganz anderes Bild, als noch den Abend zuvor. Ein paar Sands├Ącke mehr lagen schon auf dem Gehweg, ich war ja auch nicht all zu zeitig vor Ort. Aber vor allem die Organisation durch die Einsatzkr├Ąfte des THW und die Kr├Ąfte der Feuerwehr und Bundeswehr machte die Arbeit so viel effizienter. Die unz├Ąhligen Helfer wurden koordinierten, anleiteten, Ihnen wurde gezeigt, wie man den Damm richtig baut (und wie eben nicht) und helfende H├Ąnde wurden an die Stellen geschickt, an denen sie auch gebraucht wurden. So verging der ganze Tag: Transporter mit Sands├Ącken kamen von den F├╝llstationen (z. B. Hansastra├če) es wurden sofort einige Reihen aufgemacht und die Sands├Ącke auf den Damm verteilt. Wie ein Ameisenstaat.

Es waren so viele Helfer vor Ort – viele auch in der Nacht. Damit diese bei Kr├Ąften blieben halfen viele nicht nur mit ihrer Arbeitskraft, sondern auch mit Verpflegung. Da wurden belegte Br├Âtchen vorbeigebracht und verteilt, Schnittchen, M├╝sliriegel, Geb├Ąck frisch vom Backblech, Getr├Ąnke aller Art (von Wasser, bis Kaffe oder sogar Red Bull) und auch Sonnencreme wurde verteilt. Die wurde aber nicht zuverl├Ąssig genug angewendet =). H├Ątte es am Mittwoch noch genauso geregnet, wie das Wochenende zuvor w├Ąre der Pegel noch schneller gestiegen, aber auch die Helfer h├Ątten nicht so viele Stunden durchgehalten. Also war man auch ganz froh, dass die Sonne wieder schien und nahm den Sonnenbrand dankend hin. Auch ich merkte am Abend, dass es wohl doch etwas zu viel Sonne war. Gegen 21.30 verlie├č ich den Schauplatz. Ich bin den Tag ├╝ber St├╝ck f├╝r St├╝ck die Leipziger Stra├če stadteinw├Ąrts gewandert. Zum Schluss gab es erst mal nicht mehr so viel zu tun. Die Sands├Ącke fehlten wieder.

Sands├Ącke an der Leipziger Stra├če - 05.06.2013 - vormittags

Donnerstag, 06.06.2013

Der Gehweg voller Sands├Ącke - Leipziger Stra├če

Der Gehweg voller Sands├Ącke – Leipziger Stra├če

Ich konnte nicht gut einschlafen. Immer wenn ich die Augen geschlossen habe sah ich vor meinem Inneren: Sandsack greifen, umschlagen, stapel, Sandsack greifen, umschlagen, … Also schaute ich auch in der Nacht noch mal bei den oben genannten Seiten auf Facebook nach dem aktuellen Stand. Der Pegel ist weiter gestiegen und die Hilferufe von der Leipziger Stra├če machten mich unsicher, was mich den n├Ąchsten Tag erwarten w├╝rde. Auch die Karte hatte einige beunruhigende Eintr├Ąge: „Damm weicht durch“, „h├Ąlt nicht“ … Als ich dann am Donnerstag dort eintraf – der Stra├čenbahnverkehr wurde auf dieser Stra├če schon am Mittwoch eingestellt, also etwas l├Ąngerer Fu├čmarsch – sah alles wieder ein St├╝ck anders aus. Das Wasser stand deutlich h├Âher, die D├Ąmme waren doppelt so breit und auch um einige Lagen h├Âher als noch ein paar Stunden zuvor. Was die Helfer in dieser Nacht geleistet haben ist sagenhaft.

Der Pegel stieg seit 10.00 Uhr nicht weiter an, lie├č sich aber auch bis 16.00 Uhr Zeit, um mit langsamen Sinken zu beginnen. Die D├Ąmme hielten soweit, jetzt mussten sie nur noch aushalten. Und das war dann auch die Taktik der Verantwortlichen. Es hie├č, dass keine neuen Sands├Ącke mehr an die Leipziger Stra├če geliefert werden und wir nur noch hoffen k├Ânnten. Zum hoffen musste ich nicht unbedingt vor Ort sein, also bin ich mal in die Neustadt an die Prie├čnitz gelaufen. Dieser kleine Bach, sonst so unscheinbar s├╝d├Âstlich des Alaunparks verlaufend ist in seinem Bett bedrohlich angestiegen und hat sich in etliche Keller der angrenzenden Wohnungen breit gemacht. Nach Pumpen wurde ├╝ber die einzelnen Seiten f├╝r diese Region gefragt – ich konnte da nicht wirklich was tun. Also bin ich noch mal zur├╝ck zum Watzke und bekam wieder was zu tun. Eine Sandsackf├╝llstation wurde errichtet und es galt Tausende S├Ącke auf und in LKWs zu verteilen.

Spaziergang mit Pony auf der Leipziger Stra├če nahe Puschkinplatz - 06.06.2013

Gegen 16.00 Uhr machte ich mich auf den Weg ├╝ber die Leipziger, entlang an dem Haus, was ein paar Stunden sp├Ąter aus Verdacht der Einsturzgefahr abgesperrt wurde. Ein Statiker widersprach diesem Verdacht, als ich mir die Risse tags darauf ansah, war mir aber nicht so geheuer.

Freitag, 07.06.2013

Nachdem der Pegel immer weiter sinkt, nach 24 Stunden ist es immerhin ein halber Meter geworden, habe ich gestern Mittag einen Spaziergang ├╝ber die Leipziger Stra├če, K├Âtzschenbroder Stra├če, An der Flutrinne/Sternstra├če nach ├ťbigau hin zur Washingtonstra├če und Fl├╝gelwegbr├╝cke unternommen. Alles trocken und ruhig. In einem Hog wurde schon wieder aufger├Ąumt, mein Hilfsangebot aber dankend abgelehnt.


Disclaimer: Ich bin selber nicht betroffen vom Hochwasser und ich denke auch das Grundwasser wird meinen Keller hier in Ruhe lassen. Ich kann nur von den „Schaupl├Ątzen“ erz├Ąhlen, die ich gesehen habe und da ist es noch einmal glimpflich ausgegangen. Nat├╝rlich wird es viele Menschen um einiges h├Ąrter getroffen haben. Einige Stadtteile sind auch in Dresden der Elbe zum Opfer gefallen, Existenzen sind bedroht und Erinnerungen mit den Fluten davongetragen worden. In den kleineren Orten in der Umgebung sieht es meist noch schlimmer aus. Der Zusammenhalt, den ich die letzten Tage miterleben konnte, der sich durch die gesamte Gesellschaft zog, hat mich sehr ber├╝hrt. Nat├╝rlich gibt es Ausnahmen: Pfandsammler der gespendeten Wasserflaschen, ohne gegen das Hochwasser auch nur einen Finger krumm zu machen oder vereinzelte Pl├╝nderungen in evakuierten Gebieten. Aber das sind nur kleine Schatten, die sich nicht ├╝ber die wunderbaren Eindr├╝cke legen k├Ânnen, die ich trotz des furchtbaren Anlasses erlebt habe.

Dresden Elbe Hochwasser – 5 Juni 2013 from Sebastian Linda on Vimeo.

Dynamo l├Ąuft auch ohne Zucker

Ver├Âffentlicht am 28. Mai 2013 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , , , ,

Angesichts der Tabellenplatzierung finde ich diese Plakataktion von Coca Cola ├Ąu├čerst fragw├╝rdig. Sch├Ân nat├╝rlich, Werbung f├╝r ein internationales Produkt regional zu gestalten. Nat├╝rlich l├Ąuft Dynamo auch ohne Zucker – aber wie gut? Vielleicht w├Ąre da etwas Zucker doch angebracht …

In wenigen Minuten spielt Dynamo Dresden im zweiten Relegationsspiel darum, weiterhin zweitklassig spielen zu d├╝rfen. Letzte Woche sind sie in Osnabr├╝ck schon 0:1 in R├╝ckstand geraten. Wenn es heute nicht reichen sollte, bin ich gespannt, wie lange die Plakat noch h├Ąngen bleiben.

dynamo_zucker

Was erlaube: Deutsche Bahn?

Ver├Âffentlicht am 10. Dezember 2012 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , , , ,

Bahnfahren wird mal wieder teurer – aber nicht schneller. Seit gestern (9. Dezember 2012) gilt ein neuer Fahrplan, der gleich mit einer durchschnittlich dreiprozentigen Fahrpreiserh├Âhung einher kam.

Dass nun grad gestern der Winter zugeschlagen hat und etliche Bahnreisende auf den Gleisen stehen blieben, war sicherlich zu diesem Thema keine gute Presse. Aber geschenkt – auf den Stra├čen war nicht weniger Chaos. Autos landeten im Graben, an den Leitplanken oder kamen gar nicht erst aus der Parkl├╝cke. Auf den Flugh├Ąfen mussten Passagiere auch ein paar Stunden l├Ąnger warten. Das soll also f├╝r mich kein Grund zum Aufregen sein.

Ich sitze jetzt, da ich das schreibe, im Zug. Es ist 6.30 Uhr. Letzte Woche stand ich zu dieser Zeit grad unter der Dusche. Heute muss ich den (immerhin beheizten) Zug eine Stunde eher nehmen, weil die Bahn den Express Dresden-Wroclaw mit dem Fahrplanwechsel gestrichen hat. Der gro├če Vorteil war, dass dieser Zug nur in Dresden Hauptbahnhof, Dresden Neustadt, Bautzen und G├Ârlitz gehalten hat und dann weiter nach Polen fuhr. Die damit nur 40-min├╝tige Fahrt bis nach Bautzen war f├╝r mich noch eine akzeptable Arbeitswegzeit (wenn man dazu noch den Weg zum Bahnhof addiert). Jetzt bin ich 20 Minuten (ganze 50 %) l├Ąnger im Zug unterwegs und entweder eine Stunde eher oder 30 Minuten sp├Ąter da.

Also wof├╝r die Preiserh├Âhung? F├╝r tendenziell ├╝berf├╝llte Z├╝ge im Berufsverkehr? Irgendwie m├╝ssen sich die Pendler, die bis jetzt mit mir den „Polen-Express“ genommen haben, auf andere Z├╝ge verteilen. Da diese aber schon vorher gut bis zu gut gef├╝llt waren, wird es wohl kuschlig werden. Das ist wiederum auch n├Âtig, da die Siemens Desiro Z├╝ge, die auf der Strecke als Regionalbahnen eingesetzt werden, scheinbar g├Ąnzlich auf W├Ąrmed├Ąmmung verzichten und das Funktionieren der Heizung auch eher Gl├╝ckssache ist. Aber das ist eine andere Baustelle.

Der gro├če #shitstorm wird wird in diesem Fall wohl ausbleiben, weil sich die breite Masse ├╝ber andere Dinge im Zusammenhang mit der Bahn aufregen wird. Wie sich die Abfahrtszeiten zum Feierabend entwickelt haben, habe ich bis jetzt noch nicht nachgeschaut und will es im Moment lieber auch nicht ÔÇŽ