Adolf Hitler: Er ist wieder da

Ver├Âffentlicht am 01. Februar 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Musik | Tags: , , , , , ,

Timur Vermes - Er ist wieder da

Da ich jetzt den Podcast MobileMacs von Anfang an durchgeh├Ârt habe (derzeit etwas ├╝ber 327 Stunden = 13 Tage und 15 Stunden) fehlte mir etwas f├╝r die Zugfahrt. Da erinnerte ich mich, vor kurzem Timur Vermes bei Stefan Raab gesehen zu haben, als er ├╝ber sein Buch „Er ist wieder da“ sprach.

Ich h├Âre mir Sachen aber viel lieber an, als sie zu lesen – solange es der Unterhaltung dient. Man hat die H├Ąnde frei und kann nebenbei auch andere Sachen erledigen (im Haushalt, Arbeitsweg ect.). Dazu kam in diesem Fall, dass Christoph Maria Herbst das H├Ârbuch eingesprochen hat. Wer Stromberg kennt, wei├č, dass viellicht nur seine Switch-Parodie Michael Kessler daf├╝r noch infrage gekommen w├Ąre.

Ohne zu viel zu verraten geht es in dem Buch darum: Was w├Ąre, wenn Hitler wieder da w├Ąre? Kein neuer Spinner in Springerstiefeln oder faules Obst, sondern der echte – von damals? Denn so beginnt der Roman: Hitler wacht 2011 in Berlin auf, als h├Ątte er 66 Jahre nur geschlafen. Nachdem er begriffen hatte, in welcher Lage er nun ist, muss er irgendwie ├╝ber die Runden kommen. Er gew├Âhnt sich an die „neue Welt“ und wird aufgrund seines Auftretens und seiner Art zu Reden sehr schnell als Comedian entdeckt und beginnt eine Karriere im Rundfunk. F├╝r ihn Ernst und Propaganda, f├╝r den Rest abwechslungsreiche Unterhaltung. Jeden Tag lernt er dazu: zum Beispiel dass man mit einem Computer und dem daran angeschlossenen „Mausapparat“ im „Internetz“ nach Nachrichten suchen kann. Seine R├╝ckschl├╝sse sind herrlich: Durch die f├╝r uns ├╝bliche Selbstbedienung im Supermarkt w├╝rde jede Menge Personal eingespart, welches man an der Front einsetzen k├Ânnte. Soweit logisch. Dass dieses eingesparte Personal aber ├╝berversorgt und faul von den Steuerzahlern durchgef├╝ttert werde, ├Ąrgert ihn. Er erkl├Ąrt Frau K├╝nast, warum Die Gr├╝nen in der jetzigen Zeit die ihm n├Ąchste Partei seien und beschimpft die NPD und ihren Apfel.

Ich bin froh, dass dieses Thema einmal auf diese Weise aufgearbeitet wurde. Es zeigt eine menschliche Seite von Hitler. Und das soll nichts entschuldigen. Er war nun mal auch nur ein Mensch. Und ├╝ber Menschen kann man sich sehr gut lustig machen.