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Ich lebe in Dresden und im Internet,
koche und backe gern
und höre Podcasts.
Habe mal Mediengestalter gelernt und
arbeite derzeit im Bereich
E-Mail-Marketing/Salesforce.

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lebe in Dresden und im Internet | habe Mediengestalter gelernt | arbeite als E-Mail-Marketer und Salesforce-Wizard

Alles mit dem Keyword 'Bewerbung'

Im September sind es sechs Jahre

Veröffentlicht am 07. Juli 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , , , ,

Vor sechs Jahren suchte ich gerade eine Ausbildungsstelle als Mediengestalter in Dresden oder Bautzen. In Dresden wohnte ich zu dieser Zeit zwei Jahre fĂĽr mein (dann abgebrochenes) Studium der Medieninformatik, ich habe die schönen Seiten der Stadt also schon etwas kennenlernen dĂĽrfen und wäre nicht traurig gewesen, weiterhin dort bleiben zu können. Finanziell wäre dieser zweite Bildungsweg allerdings nicht so einfach geworden. So war es ganz gut, dass ich in Bautzen bei der Lokalnachrichten Verlagsgesellschatf mbH – beim Oberlausitzer Kurier – eine Stelle bekam. Sie war nicht ausgeschrieben gewesen, ich habe mich initiativ beworben und war dann auch der erste Azubi des Verlags. Im ersten Gespräch betonte mein Chef die Unterschiede zur Agenturarbeit. Die Hauptaufgabe sei der Anzeigensatz und ich sollte mir keine zu schönen Illusionen davon machen. Nicht, dass es mir langweilig wĂĽrde.

Das wurde es eigentlich auch ĂĽber die letzten Jahre kaum. Ich bekam die Ausbildungsstelle und zog wieder zu meinen Eltern in mein altes Kinderzimmer. Aller X Wochen fuhr ich dann täglich ein/zwei Wochen frĂĽh mit dem Zug nach Dresden zur Berufsschule. Eingewöhnung in mein Pendlerdasein. Nach drei Jahren Ausbildungszeit wurde mir eine Ăśbernahme angeboten, die ich dankend annahm. Ich zog bei meinen Eltern aus und mit meiner damaligen Freundin zusammen nach Dresden. Sie studierte da und es ist einfach die interessantere und (fĂĽr mich auch) schönere Stadt. Also hieĂź es jetzt täglich drei Stunden Arbeitsweg und ĂĽber 2.000 € pro Jahr fĂĽr die Bahn zurĂĽcklegen. Beides fĂĽr sich schon auf Dauer nicht gerade wĂĽnschenswerte Faktoren – in Summe aber immer belastender.

Mein Aufgabenfeld wuchs Stück für Stück und der Anzeigensatz rückte immer mehr in den Hintergrund. Ich entwarf kleinere Websites und übernahm auch deren Umsetzung. Wenn irgendwo ein PC konfuse Fehlermeldungen auswarf (und das machen PCs ja nicht zu selten) klingelte mein Telefon. Seit Facebook aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist, sorgte ich dafür, dass die Texte unserer Redakteure nicht nur von meinen Kollegen und mir in das CMS gefeuert werden, sondern auch in sozialen Netzwerken auftauchen.

Es war auch nicht das Tätigkeitsfeld, was mich dazu trieb, nach ausgeschriebenen Stellen in der Nähe Ausschau zu halten. Es war vielmehr die Entfernung zu Dresden und die damit verbundene Verschwendung von Lebenszeit und deren Kosten. Eine gewisse Umorientierung reizte mich dennoch unterbewusst. Und da der Stellenmarkt in Dresden abgesehen von Programmierern nicht so viel her gibt – ich wollte mich ja auch verbessern – wagte ich auch etwas den Blick ĂĽber den Tellerrand. Und dort sah ich eine Ausschreibung als „E-Mail-Marketing Specialist“. Ich bewarb mich und dann ging alles sehr schnell. Jetzt genieĂźe ich gerade meinen Resturlaub, zähle die letzten Arbeitstage rĂĽckwärts (13!) und ĂĽbergebe StĂĽck fĂĽr StĂĽck meinen Aufgabenbereich an meine zukĂĽnftigen Exkollegen. Ab 1. August muss ich mir jede Menge neuer Namen merken. Wohin mein neuer Arbeitsweg kĂĽnftig fĂĽhrt und was mich da erwartet, wird hier noch zu lesen sein.

Im September sind wären es sechs Jahre geworden.

Personal Branding – Durch das Blog zum neuen Job

Veröffentlicht am 10. Mai 2013 | in der Kategorie Netzfundstück | Tags: , , , ,

Als Christine Heller (@punktefrau) im Januar in ihrem Blog eine Selbstvermarktungskampagne startete, mit der sie einen Job im Bereich Online Kommunikation suchte, war diese Form der Initiativbewerbung beinahe beispiellos. Wie sie in ihrem Talk, den sie zusammen mit Jochen Mai (@karrierebibel) auf der re:publica 2013 diese Woche gehalten hat, verkĂĽndete, hat sie via twitter 2,5 Millionen Nutzer erreicht. So auch mich.

Heute habe ich mir die 30-minütige Aufzeichnung angeschaut. Wie darin auch zu hören ist, ist diese Form der Bewerbung nicht unbedingt für jeden geeignet (sucht man auf diesem Weg einen neuen Job, ist aber noch angestellt, könnte das den bisherigen Arbeitgeber etwas verwirren), aber es ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie kraftvoll ein funktionierendes Netzwerk ist. Ich euch empfehle hiermit, diese halbe Stunde zu investieren. Sehr unterhaltsam und informativ.


Direktlink

Hier noch gleich das Bewerbungsvideo von Christine Heller. In ihrem aktuellen Blogpost sind auch die Slides des re:publica Talks eingebunden.


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Stellenausschreibung 2.0

Veröffentlicht am 25. November 2012 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , ,

Stellenanzeige in der Zeitung | Foto: Tax Credits on flickr

Wenn in einem kleineren Unternehmen eine Stelle aus irgendeinem Grund wieder zu besetzen ist, fällt diese Lücke stärker ins Gewicht, als in größeren Unternehmen. Die anfallende Arbeit kann nicht lange von anderen Kollegen oder Abteilungen geschultert werden und ein Qualitätsabschwung ist dem Kunden nur schwer zu verschleiern.

Also leitet man schnell gewohnte Maßnahmen ein: Stellenausschreibungen in lokalen Zeitungen werden aufgegeben, Arbeitsvermittler eingeschaltet und vielleicht sogar eine Onlineanzeige aufgegeben. Letzteres kann auch sehr vielschichtig angegangen werden. Je nach Branche gibt es spezielle Portale, in denen Unternehmen ihre Gesuche platzieren können. Auf diese Portale kommen Jobsuchende jedoch meist über Google. Also warum nicht gleich dort zuschlagen? Mit einer passenden Google Adwords Anzeige ist die Stellenausschreibung bei jeder Suche nach dem gewünschten Job im vorgegebenen Umkreis erster Treffer.

Bewerbungsgespräche sind zu einseitig.

Je nach der Formulierung der Ausschreibung bewerben sich dann X mehr oder minder interessierte und auf den Job passende Personen. In kleinen Unternehmen ist Recruitment noch Chefsache. Also entscheidet er nach seinem DafĂĽrhalten, wer aus dem Pool bei ihm vorstellig werden darf. Das Verhör beginnt – und die Bewerber ziehen blank: welcher Abschluss, wie viele Jahre Arbeitserfahrung, „ich liebe Ăśberstunden (denn ich brauche diesen Job)“. Vom Unternehmen und seinem potentiellen Job erfährt der Bewerber dann nur kanalisiert und portioniert. Er tappt in der Dämmerung – bewirbt sich fĂĽr etwas, von dem er gar nicht wissen kann, ob er es will. „Wir melden uns bei Ihnen. Einen schönen Tag noch.“ Und dann warten … Und das unsichere GefĂĽhl, ob man denn wirklich dort arbeiten möchte.

Doch nicht nur auf der Bewerberseite herrscht Unzufriedenheit. Oft kann auch der Chef mit seiner Ausbeute nicht ernsthaft zufrieden sein. Das liegt aber nicht (nur) an den Bewerbern. Denn diese wurden angelockt – von einer nichts sagenden Ausschreibung dazu verfĂĽhrt, auch an diese Adresse seine Unterlagen zu schicken. Vielleicht etwas halbherzig – aber das wäre auch nur eine Spiegelreaktion auf Phrasen wie:

  • gutes technisches Verständnis (check)
  • 
sehr gute MS Office Kenntnisse (check)
  • 
Kundenorientierung, Kommunikations-, Team- und Kontaktfähigkeit (joooa … check)

Solche Listen müssen doch zu dem Trugschluss führen: „Also bin ich perfekt für den Job!“

Mehr Transparenz bitte!

Es ist doch nur fair, dass auch das Unternehmen etwas ĂĽber sich verrät. Und das nicht erst am Schreibtisch des Chefs oder im kleinen Konferenzraum während des ersten Bewerbungsgesprächs, sondern schon viel eher. Noch bevor man die Bewerbung erst losgeschickt hat. Denn sind die Fragen: „Will ich da wirklich arbeiten? Passt das Unternehmen zu mir?“ schon vorher durch ein gut platziertes (und wahres) Image des Unternehmens mit einem JA beantwortet, ist die Motivation gleich viel höher, dieses Ziel auch zu erreichen. Die Anzahl der Bewerber wird etwas zurĂĽckgehen – immerhin fallen die Bewerber weg, die eh nicht gern fĂĽr dieses Unternehmen gearbeitet hätten, wenn sie es schon vorher gekannt hätten.

Und man erreicht noch mehr: man macht sein Unternehmen auch für die interessant, die derzeit nicht aktiv nach einem neuen Job suchen. Wenn man wirklich gut ist, ändert man sogar diese Einstellung und wirbt der Konkurrenz die Experten ab. Sorgt man sich schon in Zeiten, in denen man keinen Mitarbeiternotstand hat, um eine gute Außenwirkung, wird man mit Bewerbungen belohnt, ohne auch nur eine Ausschreibung veröffentlicht zu haben. Wenn der überall beschriene Fachkräftemangel uns eins gelehrt haben sollte, dann ist das, dass man für eben diese Fachkräfte interessant sein muss.

Employer Branding – der Arbeitgeber als Marke

Die Maßnahmen, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und gegenüber anderen Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt positiv zu positionieren nennt man Employer Branding. Dass das gar nicht so einfach ist, sieht man daran, dass viele Unternehmen nicht mal selbst wissen, „wer sie sind“. Wie sollen sie dann der Außenwelt davon erzählen? Ist man sich dieser Frage erst mal klar, heißt es je nach Zielgruppe und Unternehmen die richtigen Wege zu finden. Wie das aussehen könnte, möchte ich in einem anderen Artikel beleuchten. Bis dahin noch ein paar Lesetipps:

Jan Pötzscher befasst sich auf dem Blog der Dresdner Agentur queo in den Artikeln

ausfĂĽhrlich mit dem Thema Employer Branding. Der queo-Blog ist abgesehen vom grad passenden Inhalt ein super Beispiel fĂĽr Employer Branding!