Robert-Haller.de

Robert-Haller.de

Ich lebe in Dresden und im Internet,
koche und backe gern
und höre viele Podcasts.
Habe mal Mediengestalter gelernt und
arbeite derzeit im E-Mail-/Online-Marketing.

Robert-Haller.de

Robert-Haller.de

lebe in Dresden und im Internet | höre viele Podcasts | habe Mediengestalter gelernt | arbeite als E-Mail-Marketer

Alles aus der Kategorie: "Mein Senf dazu …"

Kulturzentrum Scheune: Sax Royal – Leseb√ľhne

Veröffentlicht am 12. Februar 2015 | in der Kategorie Foursquare, Instagram, Mein Senf dazu ... | Tags: , , , , , ,

Es war mein erster Besuch der Sax Royal Leseb√ľhne und es wird sicherlich auch nicht mein letzter gewesen sein. Und doch fing alles aus meiner Sicht recht holprig an:

Michael Bittner und Max Rademann er√∂ffneten ala Stand-up-Comedy, wie ich es aus vielen Podcasts kenne, den Abend. So weit so gut. Dann jedoch startete Roman Israel mit dem ersten Beitrag und gab eine Geschichte zum besten, die den Saal zum Johlen und Gr√∂hlen brachte. Ich verzog jedoch etwas schief die Mundwinkel, denn er erz√§hlte von einem ersten Date mit einer veganen Feministin – mit allen Vorurteilen zugespitzt, die man sich nur denken kann. Alles lief darauf hinaus, dass dieses Lebensmodell l√§cherlich sei: nat√ľrlich waren es gestalterische Mittel, dass die Frau so streng den Veganismus lebte, dass sie beispielsweise meinte, K√ľhe w√ľrden bei der Ank√ľndigung gemolken zu werden anfangen zu weinen und vielleicht wollte er auch wirklich nur dem typischen Neustadtpublikum den Spiegel vorhalten.

Bis dahin schmunzelte ich doch das eine oder andere Mal, wenn wieder ein erneutes Vorurteil aufgetan wurde. Als sich er (der Erz√§hler) dann jedoch stark wunderte, warum sich eine Frau, die er beim Aktzeichnen kennengelernt habe, welche Lederstiefel (wohl Kunstleder) und einen Rock trug und sich generell h√ľbsch anzog, auf keinen Fall auf ihren K√∂rper reduziert sehen mochte, setzte es bei mir aus. #Aufschrei ist wohl schon wieder zu lange her und #Gamergate in Dresden noch nicht angekommen? Da stehen f√ľnf M√§nner auf/vor der B√ľhne und der erste verk√ľndet scheinbar vollkommen unreflektiert, dass es ja nur einen Grund f√ľr Frauen g√§be, sich h√ľbsch zu machen: die M√§nner. Und so wurde sich also √ľber Feminismus lustig gemacht und ich hatte das Gef√ľhl ich war der einzige im Saal, der mit dem Kopf sch√ľttelte. Ich habe wohl keinen einen anderen Humor?

Die anderen Beiträge waren dann aber weitaus glatter und unterhaltsamer und retteten den Abend doch noch. Auf die erste Geschichte hätte ich aber gut und gern verzichten können.

via Foursquare

Beate Zschäpe hört U2

Ver√∂ffentlicht am 12. November 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ..., Netzfundst√ľck | Tags: , ,

In Dresden trotten montags „Patriotische Europ√§er gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) durch die Innenstadt – getrieben von innerer Angst und Dummheit. In K√∂ln randalieren gewaltbereite Fu√üballfans – oder Hooligans? – oder doch einfach Nazis? In Erfurt demonstrieren CDU-Mitglieder mit Fackeln Seit an Seit mit NPD und AfD gegen ein demokratisch gew√§ltes Parlament.

Es ist Herbst. Alles wird grau Рgraubraun. Und Beate Zschäpe hört U2:


Direktlink

Ihr habt es so (nicht) gewählt

Veröffentlicht am 01. September 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , , , , ,

Ich habe schon eine ganze Weile hier nichts mehr reingeschrieben. Nicht dass ich viel zu tun hatte – da w√§re schon Zeit gewesen. Ich habe das Fahrrad wieder etwas mehr in den Mittelpunkt meines Lebens ger√ľckt und war auch in der K√ľche flei√üig. Vielleicht werde ich in Zukunft dar√ľber auch noch ein paar Zeilen verlieren.

WahlergebnisWahlergebnis auf wahl.tagesschau.de

Heute soll es aber √ľber meine Entt√§uschung gehen. Wie nach jeder Wahl bin ich auch gestern in ein Loch gefallen. Man lebt so gut in seiner Filterblase. Nat√ľrlich schlagen dort auch t√§glich absurde D√§mlichkeiten der Regierungen auf (zuletzt Digitale Agenda). Man kann sich dann etwas zynisch dar√ľber lustig machen und f√ľhlt sich da nicht allein. Doch gestern wurde ich aus dieser Filterblase herausgerissen und in den braunen Dreck der Wirklichkeit getunkt. Die NPD hat es nur ganz knapp nicht in den Landtag geschafft, doch 81.060 haben doch ihre Kreuze bei ihnen gesetzt. Dazu addiert man dann noch 9,7 Prozent AfD („Aber die sind doch nicht rechts“ – wer das grad gedacht hat, hat sich wohl zu viel Eiswasser √ľber die Birne laufen lassen). Das sind in Summe 15 Prozent / jeder Siebente. In meiner Heimat Bautzen (WK 56) haben 13,8 Prozent ihre Erststimme der/m NPD-Kandidatin/en gegeben.

Rekordwahlbeteiligung

Naja, nicht wirklich, weil ja √ľber die H√§lfte gar nicht erst zur Wahl hingegangen ist (Wahlbeteiligung 49,2 Prozent). Daf√ľr habe ich absolut kein Verst√§ndnis. Ich bin heute fr√ľh in die Bahn gestiegen und mir war so bewusst: jeder Zweite hat zugelassen, dass jetzt rechtes Gedankengut im Landtag sitzt. Und mehr als die H√§lfte h√§lt es auch nicht f√ľr abwegig, dass die AfD mit der CDU regieren sollte: Infratest dimap (wahl.tagesschau.de).

Piraten und eine schwarze Karte

Das Ergebnis der Piraten mit 1,1 Prozent finde ich nat√ľrlich bedauerlich, aber mit einem Einzug in den Landtag habe ich auch nicht gerechnet. Hoch motivierte und engagierte Politiker und aktive W√§hler – aber leider zu wenig. Die breite Masse ist zufrieden und tr√§ge. „Kann doch so bleiben wie es ist“ – bis auf eine Ausnahme (Juliana Nagel, Linke, Leipzig) wurden alle Direktmandate von der CDU geholt … eine vollkommen schwarze Karte. 39,4 Prozent CDU. 39,4 Prozent konservativ. Ich m√∂chte doch so gern in der Zukunft leben. In Sachsen werde ich da wohl noch sehr lange warten m√ľssen.

Einfach ist es da, alles herunterzureden, sich in den gewohnten Zynismus zu zur√ľckzuziehen und einfach noch ein paar Jahre Winterschlaf zu halten. Schlimmer kann es ja nicht werden. Das ist nat√ľrlich falsch. Aber ich wei√ü auch nicht, was man noch machen kann. Wer so viel Angst vor der Welt hat und sich diese nicht eingestehen kann, statt dessen die Schuld f√ľr alles, was im eigenen Leben den Bach runter geht „beim schwarzen Mann“ zu suchen, dem kann man nicht mehr mit Vernunft und gut zureden helfen. Genauso wenig hilft da anschreien, blo√ü stellen oder was wei√ü ich.

Alternative f√ľr die Alternative

Ich denke – Achtung: – die AfD hat Potenzial. =) Nat√ľrlich nicht die Partei mit ihrem Prof. Lustig und seinen Gesellen. Aber in den 160.000 W√§hlern stecken meines Erachtens nicht nur verkappte Nazis, die sich den Schritt hin zur NPD nicht getraut haben, sondern auch viele „Protestw√§hler“. Bl√∂der Begriff, weil er impliziert, dieser Protest w√§re mit klarem Willen vollzogen worden. Das denke ich nicht. Aber es ist eine unschl√ľssige W√§hlergruppe, die nicht ausreichend aufgekl√§rt wurde und die keine andere Alternative gesehen hat. Und wer bleibt denn da auch?

CDU: Konservative Partei mit Kirche, Homophonie und Ausländerhass Ausländerdistanzierung und mächtig Staub.
SPD: Auch so eine etablierte Partei mit Anzugträgern, die ihre Prinzipien gern mal verkaufen.
Linke: fr√ľher SED, jetzt ANTIFA und irgendwie auch bisschen Hippie.
Gr√ľne: Bio-Hippies mit teilweise ganz sch√∂nes Stock im Arsch.
FPD: Wer? Ach die. Privilegien f√ľr Privilegierte.
Piraten: Diese Internet-Spaßpartei, die sich nicht entscheiden können, ob Datenschutz oder Open Data und die sich zunehmend mehr entzweit.

Dann noch Tierschutzpartei und irgendwelche W√§hlerb√ľndnisse, die ich nicht einzuordnen wei√ü. Und wenn dann noch eine Partei „Alternative“ im Namen hat und dem traditionellen Urvolk Jahrzehnte gewohnte Grenzen zur√ľck verspricht … braucht man sich nicht zu wundern.

Und nun РZeilen später Рbin ich doch wieder Zuhause angekommen. Zuhause im Zynismus.

Fahrräder leihen (nicht ganz) leicht gemacht

Veröffentlicht am 17. Juni 2014 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Mein Senf dazu ... | Tags: , , ,

In letzter Zeit habe ich sie immer √∂fter im Stadtbild gesehen, die Damenr√§der von nextbike mit K√∂rbchen und „Werbetafelfl√ľgeln“ am Hinterrad. Dass ich mich dann wirklich f√ľr Preise/Nutzungsbedingungen interessiert habe, lag daran, dass eines dieser Leihr√§der direkt bei mir auf dem B√ľnauplatz stand – wie sich sp√§ter herausstellen sollte, unerlaubter Weise.

Kostenlos Registrieren und es geht sofort los

In Dresden hei√üen die nextbike R√§der jetzt sz-bike und sind dadurch mehr gr√ľn statt blau (ich glaube, das war auch mal anders?). Da hat die S√§chsische Zeitung etwas Geld in die Hand genommen, um sich lokal an unterschiedlichsten Orten Werbepl√§tze zu sichern und das Image wird ja dadurch auch nicht schlechter. Denn zur Registrierung muss man nicht sz-online.de ansteuern und von Bannern und Flash erschlagen werden, sondern www.sz-bike.de. Dort findet man dann auch alle Informationen zur Registrierung, Preise und die Standorte der Leihstationen und der flexzone (wichtig! s. unten).

Meine erste Tour mit einem nextbike/sz-bike.Meine erste Tour mit einem nextbike/sz-bike.

Als Abokunde der SZ genie√üt man nat√ľrlich Vorteile, aber auch als DVB-Abokunde erh√§lt man den RadCard-Tarif kostenlos. Der gr√∂√üte Vorteil dieses Tarifs ist die kostenlose Nutzung der R√§der in den ersten 30 Minuten. Das reicht f√ľr kurze Fahrten in der Stadt vollkommen aus. Jede weitere halbe Stunde wird mit 50 Cent berechnet und mit einem Tagestarif von 5 ‚ā¨ gedeckelt. Die Registrierung mit der Telefonnummer ist erst einmal kostenlos – fast. Denn um die Registrierung abzuschlie√üen, muss man 9 ‚ā¨ auf sein Kundenkonto einzahlen. 9 ‚ā¨, die man nat√ľrlich wieder verfahren kann, aber um die Zahlungsdaten zu verifizieren (was als Grund angegeben wird), reichten auch Centbetr√§ge.

Meine erste Tour

Ich habe die 9 ‚ā¨ also eingezahlt und vor ca. einer Woche mein erstes Rad ausgeliehen. Es stand an der Kreuzung Kesseldorfer Stra√üe / B√ľnaustra√üe in einem Fahrradst√§nder. Mit der App „Mein nextbike finden„, welche auf sz-bike.de empfohlen wird, den QR-Code am hinteren Schutzblech scannen oder die Nummer eintippen, es wird der 4-stellige Zahlencode des Schlosses angezeigt und man kann das Rad abschlie√üen und los geht die Reise. Ich wollte zur Elbe, bin also die L√∂btauer Stra√üe bis zur Marienbr√ľcke geradelt und habe es am Palais abgestellt. Abgeben sollte genauso einfach sein. Mit der App konnte ich aber leider keinen Button zur Abgabe finden. Im Bereich „Konto“ stand zwar der Status – anzuw√§hlen war da allerdings nix. Ich habe mir also die offizielle App von nextbike geladen und dort ging das auch problemlos.

nextbike

Download: nextbike

Kostenfalle flexzone

Innerhalb der flexzone kann man das Rad √ľberall (√∂ffentlich sichtbar an Kreuzungen) abstellen, wenn man die flexzone verlassen hat, muss man eine Ausleihstation aufsuchen. Abgeben kann man es in der App aber trotzdem au√üerhalb dieser Zone. Ich habe mir mit dem letzten Prozent Akku nicht mehr die genauen Grenzen dieses Bereichs angeschaut und darauf gehofft, wenn ich in der App „Hier abgeben“ w√§hlen kann und der Ausleihstatus sich √§ndert und eine Endzeit bekommt, 0,00 ‚ā¨ angezeigt werden, dann hat alles seine Richtigkeit. Nein! Dass mein Nutzerkonto nachtr√§glich um 5,00 ‚ā¨ belastet wurde und das f√ľr die R√ľckfahrt von der Elbe ausgewiesen wurde, merkte ich erst ein paar Tage sp√§ter, als ich ein anderes Rad erneut ausleihen wollte. Ich habe den Support sogleich mit einem Screenshot angetwittert und bekam innerhalb k√ľrzester Zeit eine Antwort, dass das anhand des Screenshots nicht hervorginge und ich mich per Mail melden sollte – mir w√ľrde dann sogar w√§hrend der WM geholfen (ich hatte w√§hrend eines Fu√üballspiels geschrieben). Gesagt, getan und so erhielt ich Samstag Nachmittag einen Anruf von nextbike. Schnell stellte sich das Missverst√§ndnis heraus und mir wurden die 10 ‚ā¨ (ja, ich bin unwissend am Freitag aus dem Hechtviertel nach Hause gefahren) erstattet. Dass man das Rad au√üerhalb der flexzone ohne Fehlermeldung √ľberall abgeben kann, sei leider von der IT-Abteilung nicht anders m√∂glich … √§√§√§hm … Das ist zwar eine supportfreundliche Ausrede aber schlichtweg falsch. Die Standortdaten werden eh abgefragt, ich bekomme meinen Standort sogar auf einer Karte angezeigt. Es w√§re also kein Problem, diesen Standort abzugleichen und das abgeben zu unterbinden. Aber eine, die es nach zwei Jahren nicht geschafft hat, an das iPhone 5 angepasst zu werden, daf√ľr aber mit Werbung versehen ist, wird wohl auch so keinerlei Erweiterungen erfahren. Ob das Faulheit, Unverm√∂gen oder Ignoranz des Kundens ist, m√∂chte ich nicht feststellen.

Karte von sz-bike.de mit flexzone (leicht gr√ľn hinterlegt) und FahrradstandortenKarte von sz-bike.de mit flexzone (leicht gr√ľn hinterlegt) und Fahrradstandorten

Die flexzone von Dresden umschlie√üt nur die Innere Altstadt sowie die Innere Neustadt. Ausleihstationen sind bis in den Osten der Stadt verteilt. Westlich der Nossener Br√ľcke, in L√∂btau oder noch weiter, gibt es keine Ausleihstelle mehr. Das macht den Service f√ľr mich nicht mehr so lukrativ. Die freundliche Dame von der Hotline hat aber einen Standortvorschlag notiert – ihre Idee, keine Ahnung, ob das nur ne nette Geste war, oder ob sich da mal was tun wird.

Zustand der Räder

Die R√§der sind, wie auf dem Foto zu erkennen, Damenr√§der mit einem K√∂rbchen vorn, einer 3-Gang-Nabenschaltung, bei Dunkelheit geht das Nabendynamo betriebene Licht durch einen Helligkeitssensor gesteuert automatisch an. Bei meinem ersten Rad fehlte der Schnellspanner an der Sattelst√ľtze, ich fuhr also etwas „tiefergelegt“ und gem√ľtlich. Das zweite Rad hatte ein merkliches Spiel am Vorbau. Aber trotzdem habe ich mich sicher gef√ľhlt, musste mich jedoch erst wieder an das Fahren mit R√ľcktritt gew√∂hnen.

Fazit

Machen! Ich habe zwar selber ein Fahrrad, aber das will ich nicht auf jeder Strecke (one-way) benutzen und dann nicht wissen wohin damit. Und leider gibt es √ľberall Idioten, die es mir wegnehmen m√∂chten – und wenn auch nur in Teilen. F√ľr kleine Fahrten, statt des Autos oder auch der Bahn eine gute Alternative, die schon in vielen St√§dten Verbreitung gefunden hat, aber in Dresden noch nach Westen wachsen muss, um f√ľr mich √∂fter in Frage zu kommen.


Update 01.09.2014

nextbike wächst Richtung Westen: erste virtuelle Abgabepunkte in Löbtau sind schon hinzugekommen und auch feste Stationen sind schon aufgebaut worden.

In Hamburg gibt es solche Stationen ja f√ľr die Stadtr√§der, die mit nextbike nix zu tun haben. Ich war diesen Sommer das erste Mal in Hamburg und habe auch dort von nextbike-R√§dern Gebrauch gemacht. Diese sind dort lange nicht so stark vertreten wie in Dresden (nat√ľrlich durch die omnipr√§senten Stadtr√§der). Ich habe mir zwei R√§der geliehen und ich konnte mit einem Rad zu den selben verg√ľnstigten Konditionen fahren, wie in Dresden. Das zweite Rad wurde zum normalen Tarif abgerechnet. So sind wir zu zweit f√ľr 7 ‚ā¨ 2,5 Stunden durch den Kiez geradelt.

Fahrscheinloser √ĖPNV – hat doch nur Vorteile, warum dann nicht machen?

Veröffentlicht am 29. Mai 2014 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Mein Senf dazu ... | Tags: , , , ,

Gestern war er erst wieder „K√ľchen-Thema“ auf ner WG-Party: der fahrscheinlose √Ėffentliche Personennahverkehr (√ĖPNV). Mit diesen Zeilen m√∂chte ich ihn euch etwas n√§her bringen:

Ich bin Pendler. Die Strecken sind nicht mehr so lang, wie noch vor einem Jahr, aber trotzdem steige ich jeden Tag in den Zug nach Coswig und zum Bahnhof gelange ich auch mit den √Ėffentlichen. Immer dabei: mein Jobticket. Und jeden Tag darf ich es in der S-Bahn bzw. Zug auch mindestens einmal zeigen. Das nervt schon ein bisschen. Trotzdem bin ich so in der √§u√üerst bequemen Situation, egal wann und wo ich in Dresden bin in den n√§chsten Bus oder die n√§chste Bahn steigen zu k√∂nnen – egal, ob ich Bargeld dabei habe, um mir ein Ticket zu l√∂sen.

Hemmschwellen senken

Menschen ohne eine Monatskarte nutzen den √∂ffentlichen Nahverkehr nachweislich weniger, als sie es eigentlich gern w√ľrden. Die Hemmschwelle ist zu hoch. Wenn nun also jeder – wirklich JEDER – ohne einen extra Fahrschein zu kaufen den √ĖPNV nutzen k√∂nnte, w√ľrde dieser mehr genutzt, weniger Autos verstopften die Stadt und unsere Umwelt kann sich dann auch bedanken.

Was soll das kosten?

Nat√ľrlich kann das nicht kostenlos geschehen. Als kostenloser Fahrschein (den wir jetzt schon mit Sch√ľlerkarten oder Schwerbehindertenausweisen haben) bezeichnen eher Gegner dieser Idee das Vorhaben, um dann gleich mit dem Finanzierungsloch zu kommen und das kann zum Beispiel die DVB nicht allein schlie√üen. Dazu muss man sich klar werden, dass sich ein Verkehrsbetrieb bei weitem nicht nur durch Ticketverk√§ufe finanziert – das Zauberwort hei√üt Umlagefinanzierung.

Was das speziell f√ľr Dresden kosten w√ľrde, rechnet Marcel Ritschel in einem Bild-Interview vor.

Ritschel rechnet vor: ‚ÄěDie DVB brauchen 166,1 Mio. Euro Einnahmen im Jahr, die bisher durch den Ticketverkauf kamen.‚Äú W√ľrde jeder erwachsene Dresdner 30 Euro monatlich berappen, k√§men 151 Mio. zusammen.

Dazu kommen Einsparungen durch den Wegfall der Tickets: keine Wartungen der Geräte, keine Kontrolleure, evtl. sogar effektivere Busfahrpläne, weil der Fahrer nicht mehr mit Abkassieren beschäftigt ist. Ein kleiner Betrag könnte zusätzlich von der Stadt bezuschusst werden. Mit Worten wie Umweltzone und City-Maut verschreckt man aber auch die Autolobby.

Ich habe kein Auto und vermisse diesen Luxus auch nur wenige Male im Jahr. Daf√ľr kann ich mir dann ein Auto mieten, auch wenn es hier in Dresden noch nicht so viele Anbieter wie in anderen St√§dten Deutschlands gibt. Angenommen die Autobesitzer lie√üen f√ľr Wege innerhalb der Stadt das Auto stehen, f√ľhrte das zu weniger Staus, geringeren Abgaswerten und weniger L√§rm. Nur Vorteile. Naja, bis auf die 30 ‚ā¨, die jeder Dresdner monatlich zu entrichten h√§tte. 1 ‚ā¨ pro Tag w√ľrde reichen, um diese Vorteile nutzen zu k√∂nnen.

Und die Trolle sagen „Nein!“

Und ich h√∂re schon wieder die stumpfsinnigen, egoistischen Kommentare der verbohrten Autofahrer: „Wozu soll ich f√ľr DIE zahlen? F√ľr Touristen? F√ľr Pendler? Ich fahre lieber Auto und das bezahlt mir ja auch keiner.“ Richtig! Ich will auch niemandes Karre bezahlen. Aber mit dieser Karre wird weder das Gemeinwohl erh√∂ht, noch etwas f√ľr die Umwelt getan.

Ich will in der Zukunft leben!

Wer mich kennt, wei√ü, was ich letzten Sonntag zur Kommunalwahl angekreuzt habe und ich bin auch froh, dass meine Kreuze bei dieser Wahl nicht unter eine Prozenth√ľrde gekehrt wurden. Die Piraten sind in Dresden mit Norbert Engemaier (@NEngemaier) und Martin Schulte-Wissermann (@mswdresden) in den Stadtrat gezogen und ich hoffe, dass sie das „Z√ľnglein an der Waage“ sein werden, wie die DNN berichtete.

Die L√ľge von E-Mail made in Germany

Ver√∂ffentlicht am 13. Mai 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ..., Netzfundst√ľck | Tags: , ,

E-Mails sind „E“lektronische Briefe. Falsch. E-Mails sind elektronische Postkarten. Denn solange der Inhalt der Mails nicht verschl√ľsselt wird, ist dieser auf den Servern der Provider und vielleicht auch auf dem √úbertragungsweg f√ľr jeden frei zug√§nglich und lesbar.

Dass die Firmen United Internet (1&1, WEB.de, GMX, Freenet) und Deutsche Telekom jetzt einen √ľber 15 Jahre alten Standard (SSL/TLS – Transportwegverschl√ľsselung) auch endlich mal umsetzen und unter dem Namen „E-Mail made in Germany“ zwischen ihren Server verschl√ľsselt kommunizieren, t√§uscht nur √ľber die Tatsache hinweg, dass die Mails immer noch UNverschl√ľsselt auf den Servern dieser Unternehmen gehalten werden.

Werbespot von „E-Mail made in Germany“

Bei diesem Spot k√∂nnte ich brechen. So viel aktive Volksverdummung und wissentliche Falschaussagen. Wie Linus Neumann (@Linuzifer) – Sprecher des CCC, Podcaster u. a. bei Logbuch:Netzpolitik – in seinem Talk „Bullshit made in Germany“ (youtube-Link) auf dem 30c3 – dem Congress des Chaos Computer Clubs – fragte:

Wo ist die umverschl√ľsselte Email?
A. Absender
B. Telekom
C. web.de
D. Empfänger

Nat√ľrlich √ľberall! Ich empfehle jedem, diesen Talk nachzuschauen! Er ist meines Erachtens auch f√ľr „Internetanf√§nger“ verst√§ndlich und √∂ffnet die Augen, was uns unter den Namen De-Mail, Schlandnet und E-Mail made in Germany verkauft werden will.

Wie E-Mail-Verschl√ľsselung wirklich funktioniert, wird in folgendem Video kindgerecht erkl√§rt:

Der digitale Briefumschlag (deutsch) von Linuzifer auf Vimeo.

Bullshit made in Germany:

Wahl-O-Mat zur Europawahl 2014

Veröffentlicht am 28. April 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , , ,

wahlomat_titel

Am 25. Mai wird ein neues Europ√§isches Parlament gew√§hlt (am gleichen Tag d√ľrfen die Dresdener auch einen neuen Stadtrat zusammenstellen). Der heute ver√∂ffentlichte Wahl-O-Mat zur Europawahl 2014 soll bei der Wahlentscheidung Unentschlossenen helfen.

38 Thesen spiegeln die Standpunkte der in Deutschland antretenden 25 Parteien wider. Man kann zustimmen, keine Meinung haben (neutral) oder nicht zustimmen. Am Ende gewichtet man die f√ľr einen wichtigen Punkte noch einmal. Zum Schluss kann man sich acht Parteien zum Vergleich ausw√§hlen und bekommt eine Sortierung in Form eines Balkendiagramms (s. unten). Die Stellung der einzelnen Parteien und – viel wichtiger – die Begr√ľndung dieser Stellung erf√§hrt man dann auch.

Wer sich also nicht sicher ist, ob der pers√∂nliche Favorit zur Bundestagswahl letzten Herbst auch auf europ√§ischen Boden vorn mit dabei ist, sollte sich diese halbe Stunde nehmen. Bei mir hat er zur keiner gro√üen √úberraschung gef√ľhrt. Wer mehr Zeit hat (und nat√ľrlich sollte die sich jeder nehmen), der liest sich am besten die Wahlprogramme der Parteien durch und bildet sich ein detaillierteres Bild.

Zum Wahl-O-Mat

Hier noch mein Ergebnis:

wahlomat_europa

Bautzen wehrt sich gegen Asylmissbrauch

Veröffentlicht am 16. März 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , ,

Bautzen wehrt sich gegen AsylmissbrauchScreenshot 16.03.2014

In meiner Heimatstadt Bautzen geht es mal wieder zur Sache: am vergangenen Wochenende demonstrierten nach eigenen Angaben 373 Menschen gegen „Asylmissbrauch“. Organisiert durch eine Facebookseite – Bautzen wehrt sich gegen Asylmissbrauch – wird betont „GEGEN ASYLMISSBRAUCH hei√üt NICHT AUSL√ĄNDERFEINDLICHKEIT!“. Unter den 373 Demonstranten waren aber wie nicht anders zu erwarten nat√ľrlich Fahnentr√§ger der NPD und anderer „nationaler“ Vereinigungen.

Asyl David Maik

Grund des √Ąrgernisses: im Landkreis Bautzen sollen Asylbewerberunterk√ľnfte geschaffen bzw. ausgebaut werden. Und das kann ja wohl nicht sein ^^. Da werden dann √Ąpfel mit Birnen verglichen und argumentiert, dass zu wenig Geld in zum Beispiel Bildung gesteckt wird und den Ausl√§ndern, „die hier keiner haben will“, zuflie√üt. Soweit nicht viel neues. In (ostdeutschen) Kleinst√§dten haben diese Meinungsmacher ein leichtes Spiel. Wo hohe Arbeitslosigkeit herrscht und Angst vor Fortschritt Ver√§nderung f√ľr Parolen voller Rechtschreibfehler sorgen, die so hohl sind, dass mein Kopf vor lauter Sch√ľtteln bald abf√§llt.

Das muss man doch mal sagen d√ľrfen.

Unter den Kommentatoren finden sich nun aber auch ehemalige Mitsch√ľler und Bekannte, denen ich schon noch etwas mehr Verstand zugestanden h√§tte. Aber das ist scheinbar zu lange her. Mittlerweile haben sich auch Frei.Wild und B√∂hse Onkelz in die Facebook-Profile gespielt und es scheinen keine Skrupel zu bestehen unter Klarnamen √∂ffentlich Posts wie im Bild links zu ver√∂ffentlichen.

"NO NAZIS" an der WasserkunstLink zum Bild

Leider verspielen Aktionen wie dieses Graffiti das Vertrauen in nicht-rechte Organisationen und Maik kann wieder gegen das „linke pack“ wettern.

Eine Mitschuld sehe ich aber auch an der lokalen Presse. Auch wenn in den Texten das Thema neutral behandelt wird, sind die √úberschriften „Bautzen muss 150 Asylbewerber aufnehmen“ und „Braucht Bautzen ein Asylbewerberheim?“ sehr zugespitzt und spielen der Konservativen in die Arme.

Ich bin kein Nazi, aber …

Ich finde es viel problematischer, dass die Asylbewerber in Heimen vor der Stadt untergebracht werden und es weder vorgesehen noch erw√ľnscht ist, sie in die Gesellschaft zu integrieren. Sie haben weder eine Arbeitserlaubnis, noch genie√üen sie Freiz√ľgigkeit. Sie sind aus ihrer Heimat geflohen und es kann ihnen doch niemand ernsthaft unterstellen, dass sie diese Tortur √ľber sich ergehen haben lassen, um dann auf diese Art zu leben?

Die andauernde Isolation f√ľhrt dazu, dass die Sprache nicht gelernt wird – wozu auch, ist ja niemand da, mit dem man sich auf deutsch unterhalten m√ľsste – und damit fehlt der Grundstein f√ľr eine unproblematische Verst√§ndigung sp√§ter. Durch das Arbeitsverbot wird nat√ľrlich die kriminelle Energie gesch√ľrt. Irgendwie muss man ja zu Geld kommen, wenn man etwas mehr haben m√∂chte als die Grundversorgung zul√§sst. Dieses System ist nur darauf ausgelegt, die Menschen zu parken und sie wieder abzuschieben. Integration sieht anders aus.

Piraten entern den Stadtrat Dresden

Veröffentlicht am 06. März 2014 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Mein Senf dazu ... | Tags: , , , ,
Die Piraten möchten am 25. Mai in den Stadtrat gewählt werden.Die Piraten möchten am 25. Mai in den Stadtrat gewählt werden. | Bildquelle
Zumindest wollen sie das gern. Doch da gilt es noch einige Steine aus dem Weg zu r√§umen. Am 25. Mai 2014 ist Stadtratswahl. Doch bevor ein Kandidat aufgestellt werden kann, muss er in seinem Wahlkreis (Dresden ist in 12 Wahlkreise unterteilt) mindestens 20 Unterst√ľtzungsunterschriften gesammelt haben. Das mag jetzt nicht viel klingen, gleicht jedoch einer kleinen Schikane, denn diese Unterschriften m√ľssen im Stadthaus pers√∂nlich geleistet werden. Und kaum jemand wei√ü weder, dass diese Unterschriften ben√∂tigt werden, noch wo man das machen kann. Ausnahmen bilden die „etablierten“ Parteien, die jetzt schon im Stadtrat vertreten sind. Die brauchen keine Unterschriften.

Mit seiner Unterschrift wählt man nicht die Piraten, sondern ermöglicht erst einmal nur, dass sie zur Wahl stehen!

Ich bin also am 18. Februar nach der Arbeit zum Postplatz gefahren und dann mit anderen Interessierten/Unterst√ľtzern in den B√ľrgersaal gef√ľhrt worden. Mitglieder und Parteinahe der Piraten waren an diesem Tag schon seit fr√ľh auf dem Postplatz. Ich hatte das bei twitter von @Redhead_DD (Anna Katharina Vogelgesang – Vorsitzende des KV Dresden der Piratenpartei) aufgeschnappt.

Ob die n√∂tigen Grenzen jetzt schon erreicht wurden, wei√ü ich nicht, da die Partei aber diese Woche noch einen Aufruf ver√∂ffentlicht hat, gehe ich davon aus, dass zumindest in einigen Wahlkreisen noch Bedarf besteht. Nehmt euch also bitte die Zeit (sp√§testens jedoch 20. M√§rz 2014, 18.00 Uhr), geht in den unten genannten √Ėffnungszeiten ins Stadthaus, nehmt euren Personalausweis mit und sorgt mit eurer Unterschrift daf√ľr, dass die Piraten √ľberhaupt zur Wahl stehen. Auch wenn ihr euch dann im Mai f√ľr eine andere Partei entscheiden solltet – diese Unterschrift gilt nicht als Wahl.

Stadthaus (Nähe Postplatz)
Theaterstraße 11
Erste Etage, B√ľrgersaal 100
01067 Dresden
Mo, Mi 9-12 Uhr und 13-15 Uhr
Di, Do 9-12 Uhr und 13-18 Uhr
Fr 9-12 Uhr

House of Cards: Kevin Spacey is breaking bad

Veröffentlicht am 23. Januar 2014 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , , ,

House of Cards: Kevin Spacey is breaking bad

Ich hatte vorletzte Woche an ein paar Abenden etwas mehr Zeit als sonst und das wurde auch gleich genutzt, um die neuen Folgen Sherlock zu schauen. Da das Zeitloch jedoch gr√∂√üer war und ich unter anderem im WoW-Podcast von „House of Cards“ geh√∂rt hatte, hab ich da mal reingeschaut.

Und ich war schwer begeistert. Ein Politthriller als Serie, der die Intrigen der Politiker und den Einfluss von Lobby und Presse ungesch√∂nt darstellt. Wer da sagt: „Das ist im echten Leben bestimmt nicht so schlimm.“ m√∂chte ich seine Naivit√§t ruhig lassen. Obwohl – nein! Wenn wir eins die letzten Monate mitbekommen haben, dann dass alles, was nur irgendwie m√∂glich ist, auch gemacht wird.

Staffel 1 bei iTunes Staffel 1 bei Amazon

Die Beschreibung bei Amazon sagt eigentlich alles:

Die Demokraten haben die Wahl gewonnen: Nun sieht der skrupellose und mit allen Wassern gewaschene Kongressabgeordnete Francis Underwood seine Stunde gekommen. Doch statt wie versprochen f√ľr seine geleistete Unterst√ľtzung vom Pr√§sidenten zum Au√üenminister ernannt zu werden, muss er sich weiterhin mit seiner Rolle als ‚Äěmajority whip‚Äú, als ‚ÄěEinpeitscher‚Äú, der die anderen Abgeordneten im Repr√§sentantenhaus auf Linie halten soll, begn√ľgen. Gemeinsam mit seiner Frau Claire, die eine Wohlt√§tigkeitsorganisation leitet, setzt Underwood zum Gegenschlag an. Er intrigiert, paktiert, erpresst und manipuliert, dass man jeglichen Glauben an Sinn und Zweck des politischen Systems verlieren m√∂chte. Hier geht es nicht um die Sache, sondern darum den eigenen Einfluss auszubauen, Seilschaften zu schmieden und vor allem den pers√∂nlichen Vorteil zu nutzen. Darin ist Francis Underwood wahrlich ein Meister ‚Äď und ihm dabei zuzusehen ein k√∂stliches Vergn√ľgen.

Die Serie House of Cards ist in mehrfacher Hinsicht eine Sensation: Der Streaming-Dienst Netflix, der sich die Rechte an der Serie sicherte, gab gleich zwei Staffeln √° 13 Episoden in Auftrag und stellte alle Folgen der ersten Staffel auf einen Schlag ins Netz. Auch ansonsten setzt die ‚Äď sowohl vor als auch hinter der Kamera hochkar√§tig besetzte ‚Äď Webserie Standards. Bei den ersten beiden Folgen f√ľhrte David Fincher (Verblendung, The Social Network) Regie, der die Serie als ausf√ľhrender Produzent mit iniiert hat. Weitere Episoden wurden von Regie-Gr√∂√üen wie Carl Franklin, Joel Schumacher oder James Foley in Szene gesetzt. Als kreativer Kopf des Ganzen wurde Beau Willimon engagiert, der bereits f√ľr George Clooneys The Ides of March die Vorlage lieferte und im Wahlkampfteam von Hillary Clinton gearbeitet hat. In der Rolle des Francis Underwood l√§uft Oscar-Preistr√§ger Kevin Spacey zu H√∂chstform auf. Es ist ein wahrer Hochgenuss, ihm bei seinen politischen R√§nkespielchen √ľber die Schulter schauen zu d√ľrfen. Immer wieder wendet sich Spacey auch direkt ans Publikum, kommentiert zynisch das Geschehen oder l√§sst durchblicken, was warum gleich geschehen wird. Politik war selten so spannend wie in House of Cards! Spacey zur Seite steht Robin Wright als eiskalte Blondine, die ihrem Mann in nichts nachsteht und alles dem gemeinsamen Vorankommen unterordnet. Noch relativ neu im Spiel ist Kate Mara, die als junge Journalistin Zoe Barnes Karriere machen will und daf√ľr gleicherma√üen auf die neuen Medien sowie auf Underwood setzt.

In den USA unter anderem mit dem Golden Globe (Robin Wright als Beste Serien-Hauptdarstellerin ‚Äď Drama) ausgezeichnet, endete die Serie in Deutschland nach nur wenigen Folgen auf Sat1 im Nachtprogramm. Einen deutschen Trailer konnte ich im Netz zu der Serien nicht finden (au√üer diesen hier von ProSieben Maxx – total h√§sslich mit Werbung zugeschissen die Seite). Bleibt zu hoffen, dass die DVD-Verk√§ufe anders ausschauen und bleibt noch viel mehr zu hoffen, dass wir in Deutschland auch bald in den Genuss von Netflix gelangen.


Direktlink