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Blog.

Spenden und Flattr

Veröffentlicht am 16. April 2013 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags:

In meinem letzten Beitrag ging es um Werbung, den persönlichen Bezug zu und den Entzug von Bannern und um die Notwendigkeit, Onlinedienste zu vergüten:

Wir sollten uns von dem Trugschluss befreien, dass es irgendetwas umsonst gäbe und uns bewusst machen, dass das Erschaffen jedes (geistigen) Gutes etwas kostet. Bezahlt wird nur nicht immer mit Geld, sondern mit Daten oder bei Blogs auch nur mit Anerkennung durch Kommentare und steigende Leserzahlen.

Davon kann natürlich niemand seine Miete bezahlen oder eine Familie ernähren. Wer Websitebetreiber unterstützen und ermutigen möchte, ihre Blogs, Podcasts oder Lieder weiterhin neben- oder sogar hauptberuflich zu veröffentlichen, sollte ihnen Geld spenden. Das müssen keinesfalls riesen Summen sein. Ein Kinoticket kostet im Durchschnitt 10 Euro und unterhält euch zwei Stunden. Wieviel ist euch ein Podcast wert, der euch wöchentlich zwei Stunden unterhält? Wieviel ist euch eine Information wert? Eine Tageszeitung kostet im Abo mehr als einen Euro pro Tag. Also dürfte ein Artikel, der mich persönlich sehr interessiert und mir weitergeholfen hat doch auch einen Bruchteil davon wert sein – auch ohne Zeitung ringsrum? Nur wie rechne ich das ab? Ich kann mir doch nicht von jeder Seite, jedem Blog, jedem Twitter- oder Soundcloudnutzer die Kontoverbindungen nennen lassen, um dann ein paar Cent zu überweisen.

flattr

Flattr

Da dieser Weg zu umständlich ist, als dass ihn jemand ginge, setzt sch Flattr mehr und mehr durch. Flattr ist eine Art Micropayment-Lösung, mit der man sich bei „Schöpfern“ bedanken kann (laut dict.cc: to flatter = schmeicheln, bauchpinseln).

Wie funktioniert es: Ihr füllt euer Flattrkonto mit einem monatlichen Betrag von beispielsweise fünf Euro. Seit ihr nun auf einer Seite, die einen Flattrbutton eingebunden hat und dessen Inhalt euch etwas wert ist, klickt ihr auf den Button. Am Monatsende wird euer Kontostand (fünf Euro) durch die Anzahl der Klicks gezeilt – sagen wir mal 50 Klicks. Das heißt jeder Klick war zehn Cent wert. Der Zähler wird zurückgesetzt und ein neuer Monat beginnt. Solltet ihr in diesem Monat nur 25 Mal auf Flattrbutton klicken, ist ein Klick 20 Cent wert. Der Vorteil: ihr habt überschaubare Kosten, mit denen ihr kalkulieren könnt. Das Budget legt ihr selber fest. Und wenn ihr ab jetzt etwas aufmerksamer durch das Netz surft, werder ihr an einigen Stellen die Möglichkeit zum „Flattrn“ finden. Nicht nur unter Blogartikeln, sondern auch beispielsweise bei der taz.

Flattr bei der taz

Flattr gibt es jetzt schon einige Jahre (Gründung 2010) und es wächst stetig. Durch die Integration sozialer Netzwerke, lassen sich zum Beispiel auch Tweets (seit 16.04.2013 leider nicht mehr, danke twitter) YouTube-Videos oder Bilder bei flickr oder Instagram begünstigen. Eine vollständige Liste findet ihr hier.

Wenn ihr selber Flattr nutzen wollt, könnt ihr das seit September 2012 auch ohne eine Gebührenabgabe an Flattr tun. Nur die Produzenten führen zehn Prozent ihrer Einnahmen an das schwedische Unternehmen ab. Eine Mindesteinzahlung gibt es auch nicht mehr. Solltet ihr also einen Monat grad kein Geld für euren Onlinekonsum zur Verfügung haben, könnt ihr euer Budget auf Null herunterfahren.

Und um es nicht unerwähnt zu lassen: auch in meinem Blog findet ihr unter jedem Beitrag und oben in der Sidebar einen Button zum Flattrn ;-).

Werbung abschalten

Veröffentlicht am 14. April 2013 | in der Kategorie Mein Senf dazu ... | Tags: , , , ,

Werbung umgibt uns. Auf Plakaten an der Haltestelle, am Bus selbst, Anzeigen in der Zeitung, Spots im Fernsehen und Radio und auch hier im World Wide Web. Und auch bei Werbung ist es wie bei vielen anderen Dingen: sie ist selten gut und so originell, dass man sie sich bewusst gern ansieht. Leider nervt Werbung. Sie ist vom Rezipienten ungewollt – ein notwendiges Übel, das man hinnehmen muss.

Also versuchen sich die Menschen der Werbung zu entziehen. In Zeitungen werden die Seiten mit Werbung „ganz bewusst überblättert“ – als ob das ginge, das Unterbewusstsein hat den Inhalt schon längst aufgesogen. Werbeblöcke im Fernsehen werden zum Gang auf die Toilette oder zum Kühlschrank genutzt – oder stumm geschaltet. Das ist der Industrie natürlich hinlänglich bekannt. Deshalb dürfen wir uns an großformatige Einblendungen in laufenden Sendungen erfreuen oder mehr oder weniger plumpe Produktplatzierungen erleben.

Push- und Pull-Werbung

Bei Push-Werbungen wird eine große unbekannte Zielgruppe (ungefragt) mit Werbebotschaften befeuert. Push-Werbung erzeugt bei Konsumenten ein Bedürfnis, welches vorher noch nicht bestanden hat. Diese Form der Werbung kann sich äußerst manipulativ auf das Kaufverhalten auswirken und steht daher auch oft in der Kritik.

Pull-Werbung zieht (pull) man erst auf sich, wenn man sein Interesse für das Thema kundgetan hat. Sucht man also im Netz beispielsweise nach Waschmaschinen, bekommt man Anzeigen von Geräten aber auch Randprodukte wie Waschmitteln zu sehen. Wenn die Auswertung der Daten anonymisiert geschiet, finde ich diese Form nicht nur in Ordnung, sondern gegebenenfalls sogar nützlich für beide Seiten. Ich bekomme, wonach ich gesucht habe und der Hersteller weiß mehr über seine Kundschaft.

Ohne und mit AdBlocker
links ohne, recht mit AdBlocker

AdBlocker – das langsame Todesurteil des freien kostenlosen Netzes

Banner auf Websites lassen sich relativ einfach durch Adblocker entfernen bzw. nicht anzeigen (siehe Screenshots oben). Statt bunter, flackernder Kaufempfehlungen nur noch weiße Rechtecke oder einfach nichts. Aber was erreicht man damit? Der Betreiber der Seite erzielt durch das Klicken auf die Banner etwas Geld. Reich wird man damit freilich nicht, es dürfte aber die Kosten decken, die durch das Bereitstellen der Inhalte entstanden sind. Das sind einerseits Serverkosten aber auch Zeit, die die Ersteller der Inhalte geopfert haben, um diese aufzubereiten und zu veröffentlichen. Und wir nutzen den ganzen Tag über völlig selbstverständlich Dienste im Netz, ohne dafür zu bezahlen. Oder? Schon GEZahlt?

Das fängt bei der Suchmaschine an, geht über Soziale Netzwerke zu Blogs und Nachrichten. Letztere setzen vereinzelt auf Bezahlschranken. Ein lästiges, aber verständliches Mittel der Finanzierung (dann sollte man natürlich im Umkehrschluss auf Banner hinter der Schranke verzichten, *winkwink Sächsiche Zeitung*). Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur von Spiegel-Online, war ist ein großer Verfechter, keine Paywalls einzusetzen – jetzt ist er zusammen mit seinem Print-Kollegen Georg Mascolo beurlaubt worden. Wir können also gespannt sein, ob sich da an der Strategie beim Spiegel etwas ändern wird.

Du bist das Produkt.

Nicht jeder Dienst, für den man kein Geld bezahlt ist kostenlos. Denn man bezahlt mit Daten. Informationen über sich und sein (Kauf)Verhalten. Das kann jeder ganz einfach nachvollziehen: durchsucht das Netz doch mal ein paar Stunden nach Norwegen oder Schweden. Anschließend springen einen förmlich auf allen Seiten Camping-Ausrüstungen bei Amazon, Globetrotter-Banner und Kreuzfahrten ums Nordkap an. Auch dieses Abgrasen der eigenen Daten kann man umgehen. Aber wozu? Ich nutze genügend Dienste von Google und Co., warum soll ich im Umkehrschluss nicht ein paar Informationen von mir preisgeben? Anonymisiert. Sonst ist das Geschrei groß, wenn nicht nur der Anschluss des Internets, sondern auch die Inhalte bald richtig ins Geld gehen.

Wenn schon Werbung, dann solche, die auf mich zugeschnitten ist.

Wir sollten uns von dem Trugschluss befreien, dass es irgendetwas umsonst gäbe und uns bewusst machen, dass das Erschaffen jedes (geistigen) Gutes etwas kostet. Bezahlt wird nur nicht immer mit Geld, sondern mit Daten oder bei Blogs auch mal nur mit Anerkennung durch Kommentare und steigende Leserzahlen. Aber reicht das immer?

Fortsetzung folgt …

Imagefolder für Dachdeckermeister Tino Krupper

Veröffentlicht am 12. April 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , , , ,

Folder Tino Krupper

Nachdem ich Tino beim Start in die Selbstständigkeit vor zwei Jahren mit einem Logo und Visitenkarten unter die Arme gegriffen habe und letztes Jahr sein Internetauftritt (www.krupper-dach.de) folgte, durfte ich ihm jetzt ein 6-seitiges Faltblatt anfertigen. Damit kann er potentielle Kunden über seine Leistungen informieren und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Weitere Arbeiten von mir findet ihr drüben im Portfolio.

How animals eat their food

Veröffentlicht am 10. April 2013 | in der Kategorie Netzfundstück | Tags:

Kurz und knapp: ich habe das Video heute gesehen und es ist nicht möglich nicht zu lachen. Wie Tiere ihr Nahrung zu sich nehmen:

Direktlink via 343max

Datensicherung Teil 2: NAS und Backup in der Cloud

Veröffentlicht am 28. März 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Mein Senf dazu ... | Tags: , , , , , , ,

Onlinespeicherdienste wie Dropbox sind ja schön und gut, wenn man nur eine kleine Anzahl von Dateien redundant oder sie zwischen verschiedenen Rechnern und Mobilgeräten synchron halten will. Ein richtiges Back des Rechners und größerer Datenmengen sieht anders aus.

NAS mit Raid

Ein NAS (Network Attached Storage) zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, die Vorteile von einem Festplattenzusammenschluss in einem separaten Gehäuse nutzbar zu machen. Je nach Größe besteht ein NAS aus mindestens zwei, meist aber mehr, Festplatten. Diese können in unterschiedlichen RAID-Leveln (RAID = Redundant Array of Independent Disks – Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten) zusammengeschlossen werden. Um es nicht zu kompliziert zu machen, sollte man jeweils Festplatten gleicher Größe und noch besser des gleichen Typs verbauen.

RAID 0 – Striping
Im RAID 0 wird der Speicherplatz der einzelnen Festplatten addiert und man erhält eine große Festplatte mit der Summe aller einzelnen. Diese große (logische) Festplatte ist dann zwar schneller als eine Einzelne für sich, das geht aber zu Kosten der Sicherheit. Denn bei einem Ausfall einer Platte sind (meist) die Daten des gesamten RAIDs unbrauchbar. Für eine Datensicherung nicht zu empfehlen, vor allem da Festplatten heute nicht mehr so viel kosten.

RAID 1 – Mirroring
Das Gegenteil ist ist beim RAID 1 der Fall. Hier werden zwei Festplatten gespiegelt. Man kann daher zwar nur die Hälfte des verbauten Festplattenplatzes nutzen, je nach System reicht es aber auch nur eine defekte Festplatte aus dem NAS gegen eine neue (mindestens gleich große) auszutauschen. Die Anzahl der Festplatten muss für dieses Level natürlich geradzahlig sein.

RAID 5 – Leistung und Sicherheit
Mit RAID 5 genießt man den Vorteil beider anderen Systeme zu einem geringen Nachteil. Für dieses Level benötigt man mindestens vier Festplatten. Dabei kann man dann 75 % der Summe aller Festplatten nutzen, die anderen 25 % (also die Größe einer Platte) wird für die Parität genutzt. Durch den Zusammenschluss der anderen drei Platten erfolgt ein schnellerer Lesezugriff, als im Einzelbetrieb. Da Festplatten ja nicht mehr so viel kosten (ja, ich wiederhole mich), empfehle ich ein NAS, welches RAID 5 kann, was nicht zwangsläufig der Fall ist.

Synology Disk Station DS-411j

Ich habe mich vor zwei Jahren für ein NAS aus dem Hause Synology entschieden. Bestückt wurde die Disk Station mit 4 x 1 GB im RAID 5, was abzüglich Parität und 1000/1024-Umrechungsschwindel noch einen Speicherplatz von 2,77 TB bedeutet. Für den Privatgebrauch mehr als ausreichend. Aber warum so eine ausgewachsene (wenn auch kleine) Maschine, statt nur einem NAS mit zwei Platten im RAID 1 – wäre doch auch sicher? 2 TB Festplatten waren vor zwei Jahren doch noch etwas kostspieliger und den Platz wollte ich mindestens haben. Also ein NAS mit RAID 5 und da minimierte sich die Auswahl. Da ich auch keine Lust hatte am Ende noch ohne Oberfläche Zusatzdienste erst selbst zu programmieren (als ob ich das könnte) und mir die Anschlüsse selber auf eine Platine zu löten (und das erst) wurde es dann Synology.

Synology Disk Station DS 411j

Die Disk Station verträgt sich sehr gut mit Macs, hat aber auch Windows nicht abgestoßen. Neben einigen Multimedia-Diensten (Streamen von Filmen oder Audio an die Heimelektronik, Webserver, Mailserver, Fotogalerie – einzelne Ordner teilbar mit anderen Familienmitgliedern, Download-Center für Podcasts – Torrent soll wohl auch gehen) ist Time Machine schon eingerichtet und benötigt nur noch einen Nutzer mit einer Quota und ein Häkchen in der Einstellungsoberfläche.

Time Machine

Bei Time Machine handelt es sich um die Datensicherungssoftware aus dem Hause Apple. Sie wurde seit OS X 10.5 ausgeliefert und Apple hätte es wohl gern, dass man seine Daten auf ihre Apple Time Capsule sichert. Das ist sicherlich eine bequeme, aber auch nicht sonderlich sichere Lösung, weil es an sich nichts weiter als eine externe Festplatte mit WLAN-Router ist.

Systemeinstellungen: Time Machine

Nutzt man Time Machine, werden automatisch je nach vergangener Zeit (siehe Screenshot) die jeweiligen Versionen der Dateien archiviert. Wenn ich weiß, dass ich gestern aus Versehen eine Datei gelöscht habe, sie also vorgestern noch da war, kann ich „in die Zeitmaschine steigen“ und mir diese Datei wiederholen. Was die meisten Anwender vor der Erstellung von Backups abhält ist, dass sie daran denken müssen. Mit Time Machine muss man das genau einmal – beim Einrichten. Danach verbindet es sich mit dem ausgewählten Speichermediums (bei mir meine Diskstation – eine externe Festplatte ginge aber genauso) sobald dieses verfügbar ist und speichert alles weg, was sich seit dem letzten Durchgang verändert hat. Bin ich mit meinem Notebook also unterwegs und komme wieder heim, klappe ich es auf und schon geht es los. Ich stelle nichts ein. Ist der zugesicherte Speicher auf der Disk Station irgendwann mal voll, werden die ältesten Daten wieder gelöscht. An dieser Stelle geht mein Gruß an alle die immer schreien, Apple sei zu teuer: diese Software ist im Betriebssystem mit dabei. Für den PC habe ich gute Erfahrungen mit Acronis True Image gemacht. Bei Amazon gibt die aktuelle Version schon für knapp 30 Euro, der Hersteller setzt die UVP auf 50 Euro.

Backup in der Wolke – Arq

Im ersten Teil dieses Beitrags bin ich ja schon darauf eingegangen, dass man seine Daten auch auf Speicher im Internet laden kann. Dass das nicht nur für vereinzelte Dateien, sondern gesamte Backups geht, nutzen wir mit unseren Smartphones schon seit ein paar Jahren. Wie die Cloud letztlich heißt und wie bequem und umfassend die Daten hochgeladen werden, kostenlos ist es für gewöhnlich schon – bis zu gewissen Volumengrenzen. Diese Grenzen würde man bei einem Backup des Rechners in die Wolke auch gleich überschreiten. Deshalb unterscheiden sich die Bezahlmodelle der unterschiedlichen Dienste unter anderem im Preis pro GB, aber auch in Häufigkeit der Zugriffe und der Zeit, die vergehen darf, wenn man wieder an seine Daten will. Für ein Unternehmen ist es natürlich günstiger, wenn es die einmal hochgespielten Daten nicht die ganze Zeit am Stromnetz behalten muss, sondern die Platte in ein Lager archiviert. Im Idealfall braucht man diese Daten ja nicht. Eine Software, von der ich bisher viel gutes gehört habe ist „Arq“. Warum nur gehört und nicht selber erfahren kommt gleich. Mit einer einfachen Oberfläche wählt man die jeweiligen Ordner auf seinem Rechner aus, diese werden dann noch auf dem Rechner verschlüsselt und dann zu den Servern von Amazon (ja die sind nicht nur ein Onlinekaufhaus, sondern auch ein großer Anbieter von Onlinespeichern) S3 oder Glacier hochgeladen. Und genau an dieser Stelle ist der Haken: Ein gesamtes Backup meines Rechners ohne Fotoarchiv wäre ca. 200 GB groß. In Deutschland sind wir ja geschlagen mit der Annahme, kein Mensch bräuchte Upload. Des Weiteren scheint die Telekom auch zu glauben, in Löbtau braucht keiner schnelles Internet – sie können mir jedenfalls nicht mehr als 6000 kBit/s Down- aber noch viel schlimmer nur 640 kBit/s Upstream geben. Würde die Leitung voll ausgelastet nur mit dem Backup beschäftigt sein, müsste ich 2,5 Tage warten, bis die Daten übertragen sind. Dazwischen wird die Verbindung aber auch noch zweimal aller 24 Stunden zwangsunterbrochen und die Telekom überlegt ja auch, ihre Flatrates zu drosseln, wenn man zu viel Volumen verbraucht hat. Mit VDSL (Geschwindigkeit) oder in anderen Ländern liegen diese Steine nicht im Weg, um auch online eine Kopie seiner Daten gesichert liegen zu haben. Man sollte vielleicht auch den Standort des Anbieters und seiner Serverfarm (nicht zwingend gleich!) in seine Auswahlüberlegungen einschließen. Nach neusten Gesetzesänderungen kann das FBI zum Beispiel auch eure Mails bei Google durchsuchen, da die Server in den USA stehen. Bei Backups des Anbieter XY wäre ggf. auch ein potentielles Ziel. Aber ihr habt ja sicherlich nichts zu verbergen?

Offsite Backup

Zum Schluss noch eine weitere Möglichkeit der Datensicherung, die ich verwende. Ich habe oben ja von meiner Disk Station geschrieben. Diese steht natürlich bei mir Zuhause. Was ist jetzt aber (man will es ja nicht heraufbeschwören, aber daran denken sollte man schon), wenn ein Feuer ausbricht oder eingebrochen wird? Dann ist nicht nur das MacBook weg, sondern auch das Backup dazu. Deshalb habe ich eine Festplatte mit mir wichtigen Daten (vor allem Fotos) in den Schubkasten auf Arbeit eingelagert. Natürlich verschlüsselt und verschlossen.


Im Hinblick auf den World Backup Day am 31.3.13 möchte ich hiermit noch einmal an alle von euch appelieren: macht immer schön eure Backups. Beschäftigt euch einmal damit, nehmt vielleicht etwas Geld in die Hand und kauft euch ein NAS oder zumindest eine externe Festplatte – der Verlust unwiederbringlicher Daten ist sehr viel teurer.

Datensicherung Teil 1: Einstieg und Onlinespeicher

Veröffentlicht am 25. März 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Mein Senf dazu ... | Tags: , , , , , ,

world backup day

Anlässlich zum World Backup Day am 31.3.13 (Ostersonntag) möchte ich dazu anregen, euch (wieder einmal) Gedanken zum Thema Datensicherung zu machen. Ich wette jedem ist es schon einmal passiert: Computer abgestürzt, die Festplatte gab nur noch ein Kratzen von sich oder auch nur aus Versehen einen Ordner gelöscht. Wenn es nicht nur die Privatkopie des Albums ist, was man eh im Regal stehen hat, sondern beispielsweise unwiederbringliche Familienfotos oder die Semesterarbeit, die nächste Woche abgegeben werden muss, ist der Verlust hart.

Auch ich habe durch einen Festplattendefekt schon mal Fotos von zwei Jahren verloren. Das soll mir nie wieder passieren – und euch auch nicht. Lest hier und im zweiten Teil, welche unterschiedlichen Möglichkeiten ihr zur Datensicherung habt. Es gibt nicht DIE richtige Lösung. Je nach Anwendungsfall muss sich jeder seinen Weg heraussuchen. Hauptsache ihr macht überhaupt ein Backup!

Manuelle Redundanz

Haltet wichtige Daten redundant – also mehrfach – vor. Wenn es nur um einige Dateien geht (hier sei wieder die Semesterarbeit genannt), reicht es auch schon die täglichen Zwischenstände immer auf dem Rechner UND auf einem weiteren Datenträger (USB-Stick, externe Festplatte, …) zu speichern. Auch wenn es am 7. Tag lästig erscheinen mag, was wäre wenn am 8. Tag der Rechner abraucht? Deutlich bequemer sind da Onlinedatenspeicher (einen Internetzugang vorausgesetzt).

Dropbox, Google Drive, Box, SkyDrive

Auch wenn der Hauptzweck dieser Dienste das Synchronisieren der Daten zwischen mehreren Rechnern ist (wie gut das jeweils funktioniert variiert sehr stark), können sie auch für ein Backup spezieller Daten benutzt werden. Je nach Dienst unterscheiden sich die zulässigen Dateigrößen und -arten und der gesamte Speicherplatz. Ihr vertraut bei all diesen Daten anderen Unternehmen eure privaten Daten an. Je nachdem, wo diese Daten dann liegen (EU/USA?) kann es sogar sein, dass die ein oder andere Regierung mal einen Blick auf eure Daten wagt. Abgesehen davon wurde fast jeder dieser Dienste schon einmal Opfer krimineller Energien. Für den Abgleich kleiner Notizen oder für die X-te Kopie eurer Fotos kein Problem, Passwortlisten oder Geschäftsgeheimnisse würde ich da nicht hochladen.

Dropbox
Von Dropbox dürfte schon mal jeder gehört haben, wenn auch nicht persönliche Erfahrungen damit verbinden. Mit einer kostenlosen Anmeldung bekommt man 2 GB Speicher. Wenn man Freunde einlädt oder sich zu sozialen Diensten verbindet kann man bis zu 22 GB bekommen, ohne dafür etwas zu bezahlen. Für ordentliches Geld bekommt man aber auch ordnetlich viel Platz. Wenn man die Software auf seinem Rechner installiert, wird ein Ordner angelegt, der den Inhalt dieses Speichers abbildet. Macht man das mit mehreren Rechnern und ändert im Rechner A eine Datei, wird diese bei Rechner B abgeglichen. Für den mobilen Abruf stehen auch Apps für iOS und Android in den jeweiligen Stores. Durch eine Schnittstelle (API) wird auch Entwicklern dritter Programme die Möglichkeit gegeben auf eure Ordnerstruktur zuzugreifen (wenn ihr das wollt). Für einzelne Ordner oder Dateien könnt ihr auch Links generieren, um diese Dateien mit euren Freunden zu teilen (Fotos der letzten Party). Eine etwas gestelzt gesprochene, aber einfache und vollständige Beschreibung hier auch noch mal mit bewegten Bildern:


Direktlink

Google Drive
Letztlich ist Google Drive nichts anderes als Dropbox. Oder Dropbox ist nichts anderes als Google Drive. Eine weitere Festplatte im Internet. Auch Google Drive hat eigene Programme für den Desktop oder Apps für den mobilen Einsatz. Ich persönlich nutze auf dem Mac die App Archy. Google gibt 5 GB kostenlos, für mehr muss gezahlt werden.


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boxBox
Ein weiteres Unternehmen – gleiche Geschäftsmodell. Die ersten 5 GB sind kostenlos (durch eine Promo-Aktion bin ich sogar mit 50 GB eingestiegen) und für mehr muss gezahlt werden. Ansonsten verspricht Box auch nichts anderes als die anderen: Sicherheit und Zugriff von überall aus.


SkyDriveWindows Live SkyDrive
Nun will ich mal Microsoft nicht unterschlagen. Ich muss aber sagen, dass ich keine Erfahrungen mit SkyDrive (ehemals Windows Live Folders) habe, schlimm genug, dass es keine wirkliche Alternative zu Excel gibt und ich 40 Stunden in der Woche mit Windows geschlagen bin. Einen Account vorausgesetzt gibt es hier 7 GB für lau.


All diese Dienste sind natürlich schön und gut eine Hand voll Dateien überall abrufbar zu haben, bieten aber keinen Platz für ein ganzes Fotoarchiv oder eure Musik- und Filmsammlung? Richtig. Wie ich meine Datensicherungen durchführe, welche Geräte und Software dafür zum Einsatz kommen, folgt im nächsten Blogpost.

Rucola

Veröffentlicht am 15. März 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: ,

Rucola

… die Werbefutzis machen Rucola zum Trendsalat,
wenn Unkraut aus dem Ausland kommt hat´s Glück gehabt …

Rainald Grebe

Aus dem Lied „Wortkarger Wolfram“ aus meinem Liebslings-(Doppel-)Album von Rainald Grebe: „Das Abschiedskonzert„.


Direktlink

The Walking Dead – ich jetzt also auch(?)

Veröffentlicht am 13. März 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben | Tags: , ,

The Walking Dead - www.amctv.comIch wurde schon seit Wochen und Monaten von meinen Arbeitskollegen gedrängt/genötigt, mir endlich auch die Serie The Walking Dead anzuschauen. Bis jetzt konnte ich dem ganz gut widerstehen. Die allwöchentliche „und, wer denkst du, stirbt in der nächsten Folge“-Diskussion blendete ich einfach aus. Ich hatte nie Interesse an Vampir-/Zombi-/Werwolf-/Sonstwas-Geschichten. Ich gebe zu, ich habe Twilight gesehen und mir sogar die Hörbücher reingezogen, aber dabei fand ich den verblendeten Romantikteil, der in den Filmen ja auf die Spitze getrieben wurde, Ausschlag gebend.

Jetzt hatte ich allerdings durch eine Erkältung etwas mehr Bett- und Sofazeit, die ich anfangs zwar mit dem Nachhören einiger Podcasts überstand, dann aber doch den Fernseher anschaltete. Da ich dessen Programm allerdings nicht so gut ertragen konnte (ich war ja schon krank), musste ein anderer Inhalt her. Ein paar Filme stehen zwar noch auf meiner Wunschliste … lange Rede, kurzer Sinn: ich habe The Walking Dead angefangen.

www.amctv.com

www.amctv.com

Wie schon gesagt, ich kenne mich mit Zombifilmen nicht so aus. Grad mal Shaun of the Dead habe ich gesehen, also eher eine Hommage an Zombifilme. Dementsprechend saß ich gestern Abend auch mit gerunzelter Stirn auf dem Sofa und fragte mich, warum mir diese Serie von jemandem empfohlen wurde, der Breaking Bad nicht weiter schauen konnte, weil es ihm zu eklig war, dass ein Mensch in ner Badewanne aufgelöst wurde? Die Maskenbildner von TWD haben jedenfalls alles gegeben, um mir den Appetit zu verderben – geschafft haben sie es jedoch nicht.

Aber worum geht es? Stellt euch vor, ihr wacht eines Tages auf und die Welt ist nicht mehr die, die es bis jetzt ist. Überall stapeln sich Tote und einige viele von ihnen laufen auch noch auf der Straße rum und wollen euch ans Leder. Zombie-Apokalypse. Das ganze basiert auf dem gleichnamigen Comic von Robert Kirkman und Tony Moore. Da sich das bloße Abschlachten dieser „Dinger“ (wie es so schön in der Serie genannt wird) nicht über Staffeln tragen würde – sicherlich gibt es selbst dafür noch zu bedauerndes Publikum – wird das ganze mit zwischenmenschlichen Tragödien angereichert.

Ich kann bis jetzt nicht behaupten, dass die Serie nicht spannend sei. Für mich nach bis jetzt erst drei Folgen hat sie großes Potential weit über die bisherigen drei Staffeln (Produktion der vierten Staffel startet im Mai 2013) zu wachsen. Insgesamt erinnert es mich doch stark an Lost. Ein großer Cast mit vielen Einzelschicksalen ist von heut auf morgen isoliert und muss nun gezwungenermaßen in der Gruppe klarkommen. Sie werden sicherlich auch noch auf weitere Überlebende stoßen, nur der Faktor Zeitreisen dürfte hier keine Rolle spielen =).

Deutscher Trailer zur ersten Satffel:

Direktlink

Facebook erneuert Newsfeed

Veröffentlicht am 08. März 2013 | in der Kategorie Netzfundstück | Tags: , ,

facebook newsfeed

Ich höre sie schon wieder schreien: die Facebook-Nutzer, die noch nicht einmal die Einführung der Chronik vor über einem Jahr verwunden haben. Wie kann facebook sich auch nur trauen, einen Dienst, den sie kostenlos nutzen, optisch anzupassen? Und es gibt ja schon wieder mehr als offensichtliche Gerüchte, dass es erneute Anpassungen der Chronik geben wird (t3n berichtete).

Gestern ging es allerdings erst einmal um den Newsfeed, also die Übersicht aller Beiträge/Fotos/Karten… von euren Freunden oder Seiten, denen ihr folgt. Dessen Design hat sich seit vielen Jahren kaum geändert. Auf der rechten Seite sind teilweise belustigende Werbungen aufgetaucht und zwischen den Beiträgen kommen auch recht häufig gesponserte Meldungen, aber sonst sieht es eher altbacken und „unordentlich“ aus. Und genau das das will facebook jetzt ändern. Unter dem Motto „goodbye clutter“ (Tschüß Unordnung) möchten sie die Inhalte in den Vordergrund stellen.

Außerdem soll facebook auf allen Endgeräten gleich aussehen. Nutzer der mobilen Apps dürften sich jedenfalls schneller in dem neuen Design zurechtfinden, denn dort wurde schon einiges ausprobiert (die linke Seitenleiste kommt mir sehr bekannt vor).

Ich hoffe ja, dass die vollkommen überflüssige Sortieroption „Neueste Meldungen/Hauptmeldungen“ verschwindet. Sie reden von einer „persönlichen Zeitung“ – ich will in meiner persönlichen Zeitung keine Nachricht von letzter Woche, es soll einfach chronologisch alles hinein fließen.

Lassen wir uns also überraschen und motzen nicht rum. Wem es nicht gefällt: oben rechts ist der Logout-Button.

Lieber Winterdienst: nicht jeder hat ein Auto

Veröffentlicht am 25. Februar 2013 | in der Kategorie Aus meinem Leben, Mein Senf dazu ... | Tags: , ,

tauender Schnee versperrt Fußwege

Ein schneereiches Wochenende liegt hinter uns. Es ist einiges runter gekommen und der Winterdienst hatte jede Menge zu tun, die Straßen wieder frei zu bekommen. Als Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel und als autoloser Pendler freue ich mich natürlich mehr, wenn die Schienen frei sind. Mein Verständnis von Straßen und deren Benutzern unterscheidet sich aber anscheinend weitestgehend von dem der für die Räumung zuständigen Organe. Anders kann ich es mir nicht erklären, was ich die letzten Tage wieder erleben musste.

Wie schon gesagt: es ist Schnee gefallen – in nicht unerheblichen Massen. Soll vorkommen, ist ja Winter. Räumfahrzeuge sind auch gefahren und haben die Straßen geschoben. Eine Spur. Ohne Haltestellenbuchten. Ich war das Wochenende in Zittau. Ist dort überhaupt mal ein Bus gekommen (stündlicher Rhythmus macht voll Sinn den Fahrgästen die einfache Benutzung des ÖPNV nahezulegen), hatte der Busfahrer zwei Möglichkeiten:

  1. Er fährt durch die Schneeberge des Winterdienstes und macht sich seinen Bus kaputt.
  2. Er bleibt auf der Fahrbahn stehen und lässt die Fahrgäste lieber durch die Schneemassen waten. Das macht gerade bei ansetzendem Tauwetter enorm Spaß.

Sonntag fing sie dann nämlich wieder an wegzutauen, die weiße Pracht. Und übrig blieben graue, matschige Massen als Inseln zwischen Pfützenseen. Mein heutiger Morgenspaziergang zum Bahnhof (Bus und Bahn fuhren ja nicht: #Streik) war ein reinster Hindernisparkour. Auf den Gehwegen sind da natürlich die Anwohner schuld, nicht weniger dämlich bedeutsam, aber ein anderes Thema. Viel schlimmer waren aber immer Straßeneinmündungen oder andere Stellen, an denen man die Straßenseite wechseln musste. Je nach Größe und Anlauf übersteigt die Ausdehnung der Wasserlachen die zu überspringbare Distanz. Nasse Füße sind die Folge. Und warum? Weil das Tauwasser nicht abfließen kann, weil der Schlick und Matsch noch immer breit auf den Straßen liegt und der sorglos beiseite geschobene Schnee die Gullis verdeckt. Frei nach dem Motto:

Schieben wir den Schnee nur beiseite.
Wenn es aufgehört hat zu schneien sind wir nicht mehr zuständig.

Jetzt freue ich mich, diese Pfützen in der Dunkelheit ausfindig zu machen. Yeah!